Archiv für das Jahr: 2008

Rätselhaftes Bottrop: Kondome fürs Gewerbegebiet

An der Ecke Am Vorthbach / Werkstr. im Eigen befindet sich ein reichhaltig ausgestatteter Kondomautomat. So weit so unspektakulär.

Allerdings liegt besagte Ecke mitten im Gewerbegebiet Bottrop Nord (Brabus und so …. ), in dem normalerweise spätestens ab 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden.

Was will uns das nun sagen? Wurde besagter Automat einfach nur falsch platziert? Oder florieren neben der Automobilindustrie in Bottrop Nord etwa doch noch ganz andere Branchen?

Das Elend mit dem Saalbau

Die Stadt Bottrop verwaltet den Saalbau nun wieder in Eigenregie, nachdem jene Perle der Bottroper Baukunst im Jahre 2007 an die Firma Nies aus Dortmund für 10 Jahre verpachtet worden war. Wie hier und hier nachzulesen ist, war der neue Pächter dabei wohl ein wenig blauäugig:

Selbstverständlich musste er als Pächter für Heizkosten und Co. aufkommen, die früher der Steuerzahler übernommen hat, während aber gleichzeitig von ihm erwartet wurde, den Saalbau bestimmten Vereinen und Verbänden weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen.So in etwa muss man sich das bei der Stadtverwaltung bzw. im Rat vorgestellt haben: Hey, Privatisierung, geile Sache. Wir kriegen die gleiche Leistung wie früher, müssen aber nix mehr dafür bezahlen und können das ganze schöne Geld für viele andere tolle Sachen ausgeben. Wie? Der Betreiber will auch davon leben? Egal, nicht unser Problem.

Das Ganze hat dann immerhin auch für 2 Jahre insofern funktioniert, dass jemand anders auf einem Teil der Kosten für den Saalbau sitzen geblieben ist. Aus Sicht der Stadt also ein geschickter Schachzug.

Mittlerweile hat man sich also darauf geeinigt, dass die Stadt Bottrop den Bau Mitte 2009 bis aufs Catering wieder komplett übernimmt.

Was bleibt? Zunächst wohl die Frage, warum der bisherige Pächter den Vertrag überhaupt unterschrieben hat und dann auch noch für 10 Jahre. Er hätte vielleicht vorher mal ein paar Bottroper fragen sollen, ob sich die ganze Geschichte lohnt. Zum anderen scheinen gewisse Vereine in Bottrop anne Emscher über genug Einfluss zu verfügen, um auf Kosten des Steuerzahlers Parties feiern (ähm, ich meinte natürlich ‘Mitgliederversammlungen abhalten’) zu dürfen. Es wäre auf jeden Fall mal interessant zu wissen, um welche Vereine und Verbände es in diesem Artikel geht.

PS: Da gewisse Etablissements bei den Anliegern der Hochstraße ja nicht so gut ankommen, könnte man diese ja in den Saalbau verlegen, vielleicht noch zusammen mit ‘nem netten Casino und ‘nem Striplokal, um das Angebot abzurunden. Platz genug wäre jedenfalls vorhanden …

Bottrop: Auch wir können alles außer Englisch

Getreu dem neuen NRW-Motto Wir können alles außer Englisch wendet sich auch die Stadt Bottrop an ihre Englisch sprechenden Besucher (so es denn solche geben sollte). Mal abgesehen davon, dass es für das Übersetzen der Menü-Links wohl nicht mehr gereicht hat, prangt auf der englischen Startseite der Emschermetropole stolz folgender Text:

Motorists travelling in North Rhine-Westphalia will have to get used to urban Low Emission Zones which certain categories of vehicles are banned from entering (Hä?!). In Bottrop this kind of zone is declared since 1 October (is doch klar, da steht irgendwo in Bottrop seit vier Wochen ein Ausrufer: ‘Höret ihr Leute, wir verkünden euch hiermit…) . The Low Emission Zone can (denn Fahrzeuge ohne Plakette verweigern ihrem Fahrer selbstverständlich die Einfahrt in die Umweltzone) only entered by vehicles marked with a appropriate coloured (auauaua…) sticker.

Konsequenterweise steht dann natürlich unter ‘Lesen Sie auch hier:’ (Wie wäre es mit ‘Read you too here’?): Informations in German.

Bleibt nur noch zu sagen: My dear Mr. Singing Club, you are me but one…

Bottroper Okkultismus

‘Darum halten wir irdische Spiritistenzirkel bestenfalls für abgeschmackt; einen Dämonenbeschwörerring, der sich an jedem Freitag im Keller unter dem SB-Markt trifft, finden wir lächerlich! Nicht dass wir glaubten, DSA-Spieler könnten nicht zwischen echter aventurischer Magie und irdischem Humbug unterscheiden, aber es gibt immer wieder Leute, die in DSA-Heften schmökern, ohne einen Schimmer vom Rollenspiel zu haben, und denen wollten wir gern mal erklären, was wir vom sog. Bottroper Okkultismus halten.

‘Aus: ‘Die Magie des Schwarzen Auges’, Regelwerk für das Rollenspiel ‘Das Schwarze Auge, 1993 erschienen bei Schmidt Spiele.

Roter Besenstiel gewählt: Nächster Oberbürgermeister steht fest

Am gestrigen Tag wählte die Partei den Technischen Beigeordneten Bernd Tischler zum neuen Oberbürgermeister.

Damit steht fest, wer in den nächsten Jahren über Bottrop anne Emscher wachen und seine schützende Hand über die Stadt halten wird. Zum Glück hat sich der Bottroper Wähler hier gegen Experimente und für die dringend benötigte Stabilität und Kontinuität entschieden.

Der Noch-Amtsinhaber bleibt bis Mitte nächsten Jahres kommissarisch im Amt.

Durchfahrt Verboten

Was will uns der Autor mit folgendem Schild sagen?

Durchfahrt Verboten

a.) Diesen Fußgängerüberweg darf nur überqueren, wer ein handfestes Anliegen hat, z.B. sich im Schäfer einen hinter die Binde zu gießen.
b.) Nur wer ein begründetes Anliegen hat (z.B. Banküberfall) darf mit seinem Auto in den gegenüberliegenden Eingang der Deutschen Bank brettern.
c.) Im Keller des Bottroper Straßenverkehrsamtes lagen noch ‘Anlieger Frei’(bzw. ‘Verbot für Fahrzeuge aller Art’)-Schilder rum und alle anderen Pfosten in Bottrop waren schon belegt.

Der Rat hält Audienz

Am 28. Oktober 2008 dürfen Bottroper Bürger im Rahmen einer Ratssitzung Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen, für weitere Infos siehe:
http://bottrop.de/pressemeldungen/113010100000083749.php

Damit auch nur die richtigen Fragen gestellt werden, sind diese unter Angabe der eigenen Adresse vorab bis zum 17. Oktober 2008 an den Fachbereich für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bottrop zu richten.

Bottrop – Oh!

Eine Veranstaltung in Berlin

Sie: Bist du Berliner?

Ich: Nein, ich komme aus dem Ruhrgebiet!

Sie: Woher genau?

Ich: Aus Bottrop!

Sie: Oh! (In ihrem Gesicht blankes Entsetzen). Da war ich noch nie.

Ich: Macht nichts!

Heabstkiames: Oktoberfest des kleinen Mannes

Am gestrigen Tage hat die Bottroper Heabstkiames ihre Pforten geöffnet.

Wie im offiziellen Verlautbarungsorgan der Stadt Bottrop nachzulesen ist, brauchte OB Peter Noetzel beim Fassanstich lediglich einen Schlag. Das soll ihm sein Münchner Kollege erstmal nachmachen! Zugegeben, das Fass war mehr ein Partyfässchen, aber Bottrop ist halt nicht München, der Pferdemarkt ist nicht die Theresienwiese und die Heabstkiames ist auch nicht das Oktoberfest. Naja, zumindest hat man sich durch die Vollsperrung der Osterfelder Str. und das resultierende Verkehrschaos ein klein wenig Großstadtflair nach Bottrop anne Emscher geholt.

Bis zum 29. September finden bei Bratwurst und Bier verschiedene mehr oder weniger kurzweilige Veranstaltungen statt: Der Michaelismarkt, ein verkaufsoffener Sonntag (wohl der tatsächliche Grund für das ganze Spektakel), eine zwei Meter hohe Kürbispyramide und Auftritte diverser semiprofessioneller Coverbands, die ohne solche Veranstaltungen nie das Tageslicht außerhalb der Schützenfestzelte dieses Landes erblicken würden.

Bottrop Ekel

Seltsam, dass das noch nicht in der gängigen Berichterstattung über Bottrop anne Emscher ausgeschlachtet wurde, es gibt doch tatsächlich einen Ortsteil (wenn auch bloß in Feldhausen), der auf den wohlklingenden Namen Bottrop Ekel lautet.

Hier nich!

Wer in der letzter Zeit mal in Gelsenkirchen oder Bochum mit Bus und Bahn unterwegs war, dem wird evtl. schon einmal die grandiose neue Kampagne ‘Sauber und leise ist besser’ über den Weg gelaufen sein. Mit dem freundlichen Sprüchlein ‘Hier nicht!’ verzierte Plakate und Flyer sollen die Fahrgäste darüber informieren, dass der Konsum von Döner, Kaffee, Bier und Co. sowie Musik in Bahnen und Bussen der Bogestra nicht mehr erlaubt ist.

Und weil die Vestische auch ein ganz moderner und hipper Verein ist, beteiligt sie sich nun ebenfalls an der Aktion, so gesehen im SB91:

Hier nich!

Jawoll, dat haut rein! Endlich mal jemand, der noch nen ordentlichen Kasernenhofton anzuschlagen versteht. Bei der Ansprache möchte man doch direkt die Hacken zusammenschlagen und ‘Zu Befehl’ antworten.

Der Bottroper Stadtreinigung stinkt’s

Wie hier nachzulesen ist, stinkt eines der Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung – kurz BEST - ganz gewaltig: ‘[...] Hundehaufen, die mitten auf dem Weg liegen und in die man dann tritt! [...]‘.

Passend zur Aktion hat die BEST dann auch gleich ein paar schmissige Plakate entwerfen lassen:

Scheissplakat 1 Scheissplakat 2
Scheissplakat 3  

Die BEST hält selbstverständlich für engagierte Bottroper Blockwarte auch einen Vorrat an Plakaten bereit. Wer also zwischen dem Durchwühlen der Mülltonne seines Nachbarn und dem Beobachten von Passanten noch Zeit findet, sollte sich schleunigst unter der 02041-796921 ein paar Plakate reservieren, so lange der Vorrat reicht.

Alternativ kann man sich die Motive auch ausdrucken. Das macht sich als Wandschmuck im Wohnzimmer bestimmt auch sehr nett. So wird man dann immer daran erinnert, dass es neben solchen Nichtigkeiten wie Nahost-Konflikt, Bildungsmisere, Arbeitslosigkeit und bei Anstalten des öffentlichen Rechts geparkten Politikern, die Steuergelder für sinnlose Werbekampagnen mit beiden Händen zum Fenster rauswerfen, auch noch echte Probleme gibt.

Bottroper Web-Fundstücke, heute: Das Quadrat

Ganz im Sinne des großen Webdesign-Vordenkers und HTML-Virtuosen Karl Fritsch haben die Gestalter der Homepage des Quadrats – dem Museum of Modern Art des Ruhrpotts – tief in die Trickkiste gegriffen, weder Kosten und Mühen gescheut und unter der Rubrik Sonderseiten ein blinkendes und glitzerndes Kunstwerk geschaffen.

Besonders gut gelungen ist dabei der Kalender zum 50-jährigen Jubiläum (wobei leider nicht ganz klar ist, worüber hier genau jubiliert werden soll…) in Form eines Riesenrades mit passender Kirmes-Dudelmusik.

Natürlich mag der eine oder andere jetzt sagen, dass die betreffenden Seiten doch immerhin schon ein paar Jahre alt sind und deswegen kaum noch Erwähnung finden dürften. Allerdings beeindruckt auch gerade die Tatsache, dass sich die Verantwortlichen des Quadrats konsequent solch oberflächlichen und vergänglichen Dingen wie Aktualität und Ästhetik widersetzen, indem sie den 2,5 Besuchern pro Jahr weiterhin ihr mittlerweile 5 Jahre altes Machwerk entgegenschreien.

Bottrop verleiht der Partei™ Kraft

“Wir können Wahlkampf”, hat Franz Müntefering früher stolz verkündet, und er hatte recht. In den vergangenen Bundestagswahlkampagnen hat sich die Partei meist geschickter präsentiert als die Konkurrenz. Inzwischen ist man sich aber selbst dieser Stärke nicht mehr gewiss. Auch das trägt zur Verunsicherung bei.

Die Frage ist jetzt, was Heil eigentlich noch Kraft verleiht, in einer Umgebung, die täglich kraftloser wird.

Heil zündet sich eine Zigarette an, er überlegt. Nach einer Weile sagt er: “Bottrop”.

Er sei vor zwei Wochen in Bottrop gewesen, Basisveranstaltung. Auf dem Weg dorthin habe er Angst bekommen, Angst, dass die Genossen an der Basis angeschlagen in der Ecke liegen könnten. Die lesen ja auch Zeitung, dachte sich Heil, die wissen ja, was bei uns in Berlin passiert.

Aber dann lag niemand in der Ecke. Heil spürte an diesem Abend, dass es doch noch Sozialdemokraten gibt, die kämpfen wollen. Die sich wünschen, dass sie eines Tages wieder wie eine stolze Partei daherkommt.

Quelle

Das Was Wir Liebten … Und Datt, Watt Übrich Geblieben Is …

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Tja … hier stand mal die Kommende Welheim des Deutschritterordens (Ecke Johannes-/Prosperstraße). Ein tolles Anwesen mit jahrhunderteralter Geschichte. Wurde im Krieg nicht ganz plattgemacht, man hätte wohl noch was retten können.
Aber sie teilte leider das gleiche Schicksal wie die Knippenburg. Abriss, wech, plattgemacht. Zumindest konnte man sich zu dieser Gedenktafel aufraffen …

Bottrop bald mit Fachhochschule?

In Bottrop werden in Zukunft Engin…Ingen…Indschinöre ausgebildet. Zumindest wenn es nach dem Willen von Herrn Noetzel und seiner Mülheimer Amtskollegin Mühlenfeld geht, denn dann bekommt Bottrop zusammen mit Mülheim demnächst eine eigene FH.

Neben dem üblichen Floskeln à la ‘Investition in die Zukunft’, ‘Stärkung des Wirtschaftsstandortes’, ‘Innovationskraft der Unternehmen’ und ‘Bewältigung des Strukturwandels’ bietet die offizielle Verlautbarung der Stadt Bottrop unter anderem auch ein paar erste Informationen zur Struktur der geplanten Fachhochschule. So will man offensichtlich Kompetenzen und Studiengänge zwischen den Standorten Mülheim und Bottrop aufteilen. Wie dies genau aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt scheinbar noch nicht klar, aber darum kann man sich ja auch noch prügeln, wenn die Bewerbung einmal durch ist.

Wer Anregungen hat, der möge unter wirtschaftsförderung@bottrop.de bzw. 02041-703575 seinen Sempf dazu abgeben (und hoffen, dass die Kommentare nicht direkt in Ablage Rund verschwinden …).

Riesen-Erdbeere sucht Besitzer

Was für eine geniale Meldung: Die Bottroper Polizei sucht den Besitzer einer Erdbeere. Zitat aus einer Pressemitteilung der Polizei: “Bereits Anfang Juni wurde vor der Sparkasse am Eigener Markt ein etwa 3m hoher aufblasbarer Verkaufsstand in Form einer Erdbeere aufgefunden und sichergestellt. Die Außenhülle besteht aus einer Plastikplane. Bis heute konnte nicht geklärt werden, ob der Stand aus einer Straftat stammt oder ob er einfach nur vergessen wurde. Der Eigentümer ließ sich bis jetzt nicht ermitteln”. Der Eigentümer soll sich nun bei der Polizei melden. Wird er vermutlich nicht, denn die Erdbeersaison ist schließlich vorbei.

Neben der Autobahn

Das grandiose Fußballmagazin 11Freunde kürt in der aktuellen Ausgabe, die gerade erschienen ist, die 15 am wenigsten beachteten Sehenswürdigkeiten neben der Autobahn. Mit dabei ist der/das Tetraeder in unserer geliebten Heimatstadt. Nur auf Platz 15, aber immerhin. Dies ist die vermutlich schönste Auszeichnung, die Bottrop jemals bekommen hat.

Das Was Wir Liebten

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Wo in unserer schönen Stadt stand einmal dieser hübsche Kotten? Kleiner Hinweis: Die Gebäude rechts stehen noch. In dem kleinen Haus war übrigens mal eine Schuhmacherei. Nachtrag: Ist natürlich die Gungstraße in Welheim.

Bottropper?

Auch sehr schön: Das Polizeipräsidium Recklinghausen verbreitet derzeit diese Pressemitteilung: “Am 04.07.2008, gegen 22:10 Uhr, befuhr ein mit einem 16-jährigen Bottropper und einer 16-jährigen Bottropperin besetzter Motorroller den Scheideweg in Bottrop in Fahrtrichtung Utschlagstraße”. Das Doppel-P macht sich irgendwie gut. Eine weitere schöne Variante unseres Stadtnamens. Siehe: “Bottrop, Bottroop, Bottrob“.

Weitere DerWesten.de Anzeigen

DerWesten.de wirbt scheinbar mitnichten nur bei Google bzw. über Google Adsense mit der äußerst fragwürdigen ‘Pastor misshandelte Kind’ Schlagzeile im Zusammenhang mit Nachrichten aus Bottrop, sondern auch bei Amazon.de und eBay.de (kann natürlich sein, dass die beiden verdeckt doch irgendwie Google Adsense nutzen, was es aber nicht besser macht):

DerWesten.de Werbung bei Amazon
DerWesten.de Werbung bei eBay

Jeden Tag ein Stückchen Elend (31)

“Was gleich blieb, war die Party-Deko mit gleich zwei (!) schwarz-rot-goldenen Girlanden. Hombre, so lassen es sonst nur die Mitarbeiter der AOK-Außenstelle Bottrop-Ost an Weiberfastnacht krachen!”

(Münchner tz zum Fußball-EM-Finale 2008)

Grenzwertige Anzeigen

Die Mediengruppe WAZ zieht offenbar alle Register, um ihr Online-Projekt der DerWesten nach vorne zu bringen. Um dem Zusammenschluss aller WAZ-Titel in NRW neue Leser zu bringen, schalten die Essener sogar kleine Werbeanzeigen bei Google. Ist nicht weiter verwerflich, machen andere große Medienhäuser auch.

Die Art und Weise der WAZ gefällt mir aber gar nicht. Wer aktuell nach Bottrop bei Google sucht, bekommt so zum Beispiel die Anzeige “Missbrauch in Bottrop – Pastor der St.-Franziskus-Gemeinde – Diskutieren, Kommentieren Sie mit” oder “Pastor misshandelte Kind – Kindesmissbrauch in Bottrop – Hintergründe, Fakten, Analysen” angezeigt (siehe Screenshots unten). Sehr knackige Anzeigentexte, aber eine Unschuldsvermutung sieht anders aus. Als gedruckte Anzeige wäre so etwas vermutlich kaum vorstellbar im Hause WAZ, aber im Internet gelten offenbar andere – boulevardeskere – Regeln.

Zum Hintergrund: Ein Pfarrer aus Bottrop-Welheim soll 1994 und 1995 einen heute etwa 26 Jahre alten Jungen in mindestens 15 Fällen sexuell missbraucht haben. Der Pfarrer wurde kürzlich verhaftet und saß in Untersuchungshaft. Bitte nicht falsch verstehen: Die Sache muss aufgeklärt werden, aber bitte ohne Vorverurteilung und grenzwertige Anzeigen.

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Tragischer Verlierer

Der “Reviersport” würdigt den VfB Bottrop. Zitat: “Es gibt Vereine, die beherrschen das „tragische Scheitern“ wie eine Kunst. In den letzten Jahren waren es vor allem Bayer Leverkusen und Mainz 05, die es zu bundesweit beachteten Meriten in dieser Disziplin brachten – wenngleich beide Vereine inzwischen den Pfad der „Tugend“ etwas verlassen haben. Das gilt auch für den VfB Bottrop, der viele Jahre als Paradebeispiel für den „tragischen Verlierer“ galt”.

Bottroper Ansichten

Vielen wahrscheinlich schon bekannt, aber trotzdem: Hier gibt es ein paar Bilder von Webcams an verschiedenen Ecken in der Bottroper Mitte. Die Bilder werden regelmäßig aktualisiert:

Pferdemarkt

Kreuzung Friedrich-Ebert-Str./Prosperstr.

Kreuzung Friedrich-Ebert-Str./Gladbecker Str.

Kreuzung Osterfelder Str./Hans-Böckler-Str

Schlaaand!

DerWesten veranstaltet anlässlich der EM einen Stimmungsmacher-Wettbewerb, für den bei jedem Vorrundenspiel mit deutscher Beteiligung Fußballfans aus verschiedenen Ruhrpottstädten – unter anderem auch aus Bottrop anne Emscher – besucht und gefilmt wurden.

Die Leser sollen nun darüber entscheiden, welche Fans ihrer Meinung nach am meisten und am lautesten Rabbatz gemacht haben, zur Abstimmung geht es hier: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/em/stimmungsmacher/2008/6/20/news-54013458/detail.html

Eine besonders kernige Bottroper Fangruppe gibt es hier zu bestaunen: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/em/stimmungsmacher/2008/6/17/news-56133646/detail.html.

PS: Ob die Gewinner über die je vier 12er Kartons alkoholfreie Bio-Limo für die heimische EM-Party wohl so glücklich sein werden?

Bottrop anne Emscher: Dat Manifest

Unsere wunderschöne und erhabene Stadt mit dem klangvollen Namen Bottrop liegt im Herzen des Ruhrpotts. Sie is der Inbegriff von Kohlendreck und rauchenden Schloten, ihre Menschen sind legendär und ihre Mundart is berüchtigt.

Daher is et an der Zeit, ein deutliches Zeichen der Verbundenheit Bottrops mit dem Revier und seinen Landmarken zu setzen. Und da keine Landmarke das Bottroper Stadtbild und Selbstverständnis so sehr geprägt hat wie jener manchmal zum Himmel stinkende Fluss namens Emscher, liegt es nur nahe, dieser Verbundenheit durch die Emscher Ausdruck zu verleihen.

Für viele Städte, national (Frankfurt am Main, Frankfurt an der Oder) wie international (Boulogne-sur-Mer, Bergen op Zoom, Newcastle-upon-Tyne), is et gängige Praxis, die regionale Verbundenheit der Stadt durch dat Hinzufügen einer geografischen Bezeichnung auszudrücken. Außerdem wird so auch (siehe die beiden Frankfurts) die Stadt eindeutig abgegrenzt. Zudem hat eine solche Namensänderung beim gar nicht so weit wecken Haltern am See ja auch bereits wunderbar funktioniert.

Gerade Bottrop litt in der jüngeren Vergangenheit aufgrund der Marketingbemühungen des Movie Park Germany darunter, auf den Stadtteil Kirchhellen reduziert oder gar nur als Vorort von Kirchhellen wahrgenommen zu werden.

Dat muss aufhören. Bottrop muss endlich wieder klar zu seiner Identität stehen.

Wir streben daher nen Bürgerbegehren über den zukünftigen Namen der Stadt Bottrop an. Unsere Forderungen lauten:

I. Die Stadt Bottrop muss offeziell in Bottrop anne Emscher umbenannt werden.

II. Die Beschilderungen an Ortseingängen, Bahnhöfen, Autobahnen etc. sind entsprechend zu ändern.

III. Dat zukünftige Wappen der Stadt Bottrop anne Emscher is ein braunen Bach auf schwatten Grund.

IV. Bottrop anne Emscher kricht ne offezielle Hymne: Auferstanden aus Ruinen

V. Für den Movie Park Germany wird in Zukunft nur noch mit dem Zusatz ‘in Kirchhellen, dat is son Stadtteil von Bottrop anne Emscher und überhaupt gibbet in Bottrop anne Emscher noch viel mehr zu sehen als wie nur Freizeitparks’ geworben.

VI. Dat Stadtmarketing durch die GSB is ebenfalls entsprechend anzepassen (Anregungen siehe hier und hier).

Bottroper Haushalt ausgeglichen…Naja, fast…

Auf www.bottrop.de feiert die Stadt Bottrop den ersten ‘ausgeglichenen’ Haushalt seit 20 Jahren. Erst im vierten Absatz findet sich dann folgender Satz: ‘Die Stadt plant für 2008 mit Erträgen in Höhe von 267,7 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe von 276,1 Millionen Euro.’

Huh? Ein ausgeglichener Haushalt bei Erträgen von 267,7 Millionen Tacken gegenüber Aufwendungen von 276,1 Millionen Tacken? Da kann doch was nicht stimmen? Richtig, die Erklärung folgt auch auf dem Fuße: ‘Die Differenz von rund 8,4 Millionen Euro kann mit der so genannten Ausgleichsrücklage aufgefangen werden. Der Haushalt gilt deshalb als ausgeglichen.’.

Aha, dann ist ja alles klar: Man definiert einfach den Begriff ‘ausgeglichene Bilanz’ um, zaubert einen Buchungstrick aus dem Hut und Abrakadabra, schon hat man einen ausgeglichenen Haushalt.

Unter jenen, die sich nicht der hohen Kunst der kommunalen Finanzmagie verschrieben haben, sondern den trockenen Grundsätzen doppelter Buchführung folgen, wird so etwas dann allerdings doch eher als Verlust bezeichnet.

Aber selbstverständlich nimmt man sich die Tatsache, dass es zuletzt finanziell offensichtlich nicht ganz so schlecht gelaufen ist wie in den Jahren zuvor, zum Anlass, direkt mal wieder aus dem Vollen zu schöpfen: ‘Bottrop will seine Investitionskredite bis 2011 von 133 Millionen Euro auf 206,5 Millionen Euro steigern.’

Die zukünftigen Generationen sollen schließlich auch noch ordentlich Spaß an den Schulden von heute haben.

Expedition aus Bottrop anne Emscher bezwingt Newtyle Hill

Am 07.06.2008 hat eine wagemutige Expedition aus Bottrop anne Emscher den Newtyle Hill in Perthshire in den schottischen Highlands in Besitz genommen:

Ausblick Dungarthill

Besitznahme Dungarthill

Kein Internet am Sonntag

Die Stadt Bottrop verschickt manchmal sehr merkwürdige Pressemitteilungen: Gerade flattert eine Mail mit der Betreffzeile “Kein Internet am Sonntag” in mein Postfach. Mein erster Gedanke: Hat sich da jemand eine neue Zensurmaßnahme ausgedacht?. Aber nein, alles ganz harmlos: “Der Internetauftritt der Stadt Bottrop steht am Sonntag, 15. Juni, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr nicht zur Verfügung”.

Somit wollte uns das Rathaus nur mitteilen, dass der Internet-Auftritt der Stadt Bottrop am Sonntag nicht online ist. Ich freue mich schon auf weitere Mitteilungen. Wie wäre es mit “Kein Bus am Montag, wenn mal wieder gestreikt wird, oder “Kein Ausweis am Montag”, wenn das Bürgerbüro mal zu ist.