Archiv für den Monat: März 2008

Bochum: Schon mal nicht Bottrop

“Bochum behauptet trotz Nokia-Pleite und Opel-Abgang immer noch: ‘Bochum macht jung.’ Müssten die Freunde aus dem Ruhrpott nicht eher in die Defensive gehen? ‘Bochum. Fast so geil wie Bielefeld’. Oder ‘Bochum: Schon mal nicht Bottrop’.”

Gefunden bei Spiegel Online

Emscherschlamm: Braunes Gold?

Am 06.03. 2008 trafen sich 200 Experten in der Bottroper Kläranlage, um über Möglichkeiten zur thermischen Verwertung von Klärschlamm zu diskutieren.

Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband meint dazu: “Das Neue Emschertal braucht nach der Kohle neue Energiequellen. Klärschlamm, aufbereitet in modernen Kläranlagen, wird als umweltfreundlicher Energielieferant der Zukunft zum wertvollen Rohstoff der Region”

Könnte der Emscherschlamm vielleicht in Zukunft also eine Rolle als Energieträger spielen? Könnte das was den meisten Menschen in der Region höchstens als stinkende braune Brühe ein Begriff ist, tatsächlich noch eine weitere sinnvolle Verwendung finden?

Quellen:
http://www.eglv.de/veranstaltung/aktuell/30_jahe_klaerschlamm.php
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bottrop/2008/3/6/news-28610349/detail.html

Kleinste Umweltzone Deutschlands

Wenn es nach den Plänen der Stadtverwaltung geht, wird Bottrop demnächst einen weiteren kuriosen Rekord halten. In Bottrop soll nämlich die kleinste Umweltzone Deutschlands entstehen. Diese wird Teile der Peterstraße, Osterfelder Straße und Horster Straße umfassen.

Ob bei diesen Plänen wohl bedacht wurde, dass sich Feinstaub nicht wirklich um willkürlich gesetzte Grenzen und dergleichen schert? Warum sollte der böse Feinstaub die Peterstraße heimsuchen, aber z.B. vor der Essener Straße plötzlich halt machen?

Naja, es geht ja bei Umweltzonen auch nicht wirklich um Feinstaubbelastung, sondern darum, eine Sau durchs Dorf zu treiben. Daher sollte man vielleicht auch mit Urteilen über deren Sinnhaftigkeit ein bisschen nachsichtig sein…

Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen/2008/2/15/news-23761803/detail.html

Bottrop, Bottroop, Bottrob

Der Name Bottrop ist eigentlich nicht schwer – sollte man meinen. Im Netz finden sich dennoch zahllose merkwürdige Schreibweisen. Zu den schönsten gehören “Bottropp“, “Botropp“, “Bottroop“, “Bottrob“, “Pottrop” und “Bodrop“.

Gefährliche Sportart

“Jung, ich komm aus Bottrop da wirsse getötet, wenne datt inne Muckibude machs!”, der zeitweise (oder immer noch?) in Bottrop lebende langjährige Bundesliga-Fußballer Willi Landgraf auf die Frage, ob er Step-Aerobic-Training vorher schon mal gemacht habe.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Landgraf

Bottrop anne Emscher – Anschlag in Berlin

Die Initiative “Bottrop anne Emscher” gewinnt offenbar immer mehr Anhänger. In der Nacht hat in Berlin ein Zeitgenosse seine Sympathie mit der Idee in Form eines Kunstwerks hinterlassen. Mal sehen, wie lange der Putztrupp der Stadt die Botschaft stehen lässt.

Bottrop anne Emscher - Berlin

OB Noetzel über Bottroper Ruinen

Zwar schon etwas länger her, aber trotzdem immer noch brandaktuell: In einem WAZ Interview vom 26.12.2007 (siehe auf derwesten.de) lässt uns OB Peter Noetzel unter anderem an seinen Gedanken zum Umbau des Berliner Platzes teilhaben.

Er wird dort mit den Worten zitiert: “Durch meine Reisen zu antiken Stätten bin ich darin geschult, Säulen-Ruinen wieder hochzudenken. Ich kann mir heute schon gut vorstellen, wie der Berliner Platz einmal aussehen wird.”

Der Berliner Platz ist dann also sowas wie die Bottroper Akropolis…

Ich finde ja, dass sollte auch offensiv im Stadtmarketing verwendet werden: ‘Kommen se nach Bottrop anne Emscher. Besuchen se eine der aussichtsreichsten Bauruinen zukünftiger Generationen.’ (oder so ähnlich).

Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bottrop/2007/12/26/news-12548336/detail.html

Bottrop …: anne Emscher oder anner Emscher?

Im Rahmen der Initiative ‘Bottrop anner Emscher’, die sich für eine ebensolche Umbenennung unserer Heimatstadt stark macht, kam die Frage auf, wie es eigentlich auf Ruhrdeutsch richtig heißt: ‘Bottrop anne Emscher’ oder ‘Bottrop anneR Emscher’?

Jegliche Anregungen und Meinungen sind willkommen. Wer mag, kann mittels dieser eigens eingerichteten Umfrage ebenfalls seine Meinung kundtun: http://www.polldaddy.com/p/420655/

Die Bottroper Antwort auf den Nürburgring

Noch haben wir zwar keine eigene Formel1 Rennstrecke in Bottrop, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Das Bottroper Äquivalent zum Nürburgring befindet sich jedenfalls an der Klosterstr. 18 und läuft unter dem schlichten Namen Autorennbahncenter Bottrop (siehe auch http://autorennbahncenter-bottrop.de/):



Bottrop gleich Kirchhellen

Eine ganz normale Unterhaltung auf einer Party:

Er: “Wo kommst du denn her?”

Ich: “Aus Bottrop!”

Er: “Kirchhellen? Bottrop-Kirchhellen, dort ist doch dieser Filmpark!”

Ich: “Genau!”

Er: “Mehr kenn ich nicht von Bottrop!”

Bottrop Kustom Kulture

Hier gibt es ein Video zum alljährlichen Hot Rod Festival auf dem Flugplatz Schwarze Heide (auch bekannt als Bottrop International Airport … ):


Mehr Infos zum Hot Rod Festival selbst gibt es unter:http://www.bottropkustomkulture.com/

Berlin-Bottrop / Bottrop-Berlin

Als Bottroper in Berlin gibt es eigentlich nur einen Bezirk (oder Kiez wie es hier heißt) in dem man wohnen kann: Wedding. Nicht nur, weil Wedding der Partnerbezirk von Bottrop ist, sondern weil dieser ehemalige Arbeiterkiez auch sonst ein bisschen wie Bottrop ist. Zunächst mal wird man als Berliner, der im (!) Wedding wohnt, immer ein bisschen komisch angesehen. Als Bottroper ist man solche Blicke ja gewohnt. Der Wedding hat es trotz wiederholter Bemühungen bisher nicht zum Szenebezirk geschafft – er gilt quasi als Daueraspirant, der alle paar Jahre mal wieder zum neuen Trendbezirk ausgerufen wird. Immer ohne dauerhaften Erfolg. Okay, Bottrop wurde vermutlich noch nie zum Szenebezirk ausgerufen – ist aber das hässliche Entlein des Ruhrpotts, dass Ambitionen wie ein stolzer Schwan hat. Für Wedding gilt dies ebenfalls.

Ebenfalls an Bottrop erinnern im Wedding die vielen leerstehenden Geschäfte in den Randzonen. Wobei in Bottrop nicht nur die Randzonen tot sind, sondern die komplette Innenstadt. Ist zumindest mein Eindruck. Einzig die Currywurst bei Mengede lohnt ab und an einen Ausflug ins infarktgeplagte Herz der Stadt. Der Menschenschlag in Berlin ist sowieso wie im Pott. Immer ein bisschen grantig, immer ein bisschen unfreundlich und immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Damit kommt bekanntlich nicht jeder klar, mir aber gefällt’s. Mir gefällt auch das viele Grün im Wedding – einige Straßenzüge erinnern an bekannte Gartenstädte im Revier. Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen großen Parkanlagen. Alles in allem kann man deswegen gut und vor allem extrem günstig im Wedding leben. Eine Sache aber fehlt mir: In Berlin gibt es keine Halden – einzig der Teufelsberg erinnert ein wenig an die Berge des Ruhrgebiets.

Initiative “Bottrop anner Emscher”

Sowohl hiesige, als auch bei den europäischen Nachbarn gängige Städtenamen wie “Frankfurt am Main”, “Boulogne-sur-Mer”, “Stratford-on-Avon” oder (denn warum gleich in die Ferne schweifen) “Haltern am See” legen den Gedanken nahe, dass auch Bottrop ein ähnlicher Namenszusatz gut zu Gesicht stünde.
Und was läge hier näher als auf die geographische Gegebenheit zu verweisen, die wie wohl kaum eine andere das Bild Bottrops nach innen und außen geprägt hat: Die Emscher.
Ziel der Initiative “Bottrop anner Emscher” soll es daher sein, Überzeugungsarbeit für eine entsprechende Umbenennung der Stadt Bottrop zu leisten.
Durch den Namenszusatz “anner Emscher” würde die besondere sprachliche Verbundenheit Bottrops mit der Region betont und Bottrop auch geographisch für den des Ruhrgebiets Unkundigen verortet.
Ein “Bottrop anner Emscher” könnte ein nicht unerhebliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Städten in der Region und anderswo vorweisen und sich so dringend benötigte Aufmerksamkeit, z.B. in der Tourismus-Branche, verschaffen.

Poesie an Emscher und Ruhr

Unter http://www.ruhrpotthaiku.de/ veröffentlichen ein paar Dichter aus dem Ruhrgebiet (sog. Pott-Poeten…) Haikus über das Ruhrgebiet in feinstem Ruhrpott-Dialekt. Kleine Kostprobe:

In Supermaakt -
vor de Pinwand steht ne Frau,
is an lesen

Kohlenöfen
wolln se verkloppen -
wohn gezz in Neubau

“Stallhäskes!…”
Ann Gaatentörken wär
au ne Schelle

Steigerhaus -
allet umgebaut,
innen wie neu

Rasenmäher, Spaten…
in Schrebbergaaten:
Surminski, Nummer 10

Angelika Wienert
(November 2005)