Archiv für den Monat: Oktober 2008

Das Elend mit dem Saalbau

Die Stadt Bottrop verwaltet den Saalbau nun wieder in Eigenregie, nachdem jene Perle der Bottroper Baukunst im Jahre 2007 an die Firma Nies aus Dortmund für 10 Jahre verpachtet worden war. Wie hier und hier nachzulesen ist, war der neue Pächter dabei wohl ein wenig blauäugig:

Selbstverständlich musste er als Pächter für Heizkosten und Co. aufkommen, die früher der Steuerzahler übernommen hat, während aber gleichzeitig von ihm erwartet wurde, den Saalbau bestimmten Vereinen und Verbänden weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen.So in etwa muss man sich das bei der Stadtverwaltung bzw. im Rat vorgestellt haben: Hey, Privatisierung, geile Sache. Wir kriegen die gleiche Leistung wie früher, müssen aber nix mehr dafür bezahlen und können das ganze schöne Geld für viele andere tolle Sachen ausgeben. Wie? Der Betreiber will auch davon leben? Egal, nicht unser Problem.

Das Ganze hat dann immerhin auch für 2 Jahre insofern funktioniert, dass jemand anders auf einem Teil der Kosten für den Saalbau sitzen geblieben ist. Aus Sicht der Stadt also ein geschickter Schachzug.

Mittlerweile hat man sich also darauf geeinigt, dass die Stadt Bottrop den Bau Mitte 2009 bis aufs Catering wieder komplett übernimmt.

Was bleibt? Zunächst wohl die Frage, warum der bisherige Pächter den Vertrag überhaupt unterschrieben hat und dann auch noch für 10 Jahre. Er hätte vielleicht vorher mal ein paar Bottroper fragen sollen, ob sich die ganze Geschichte lohnt. Zum anderen scheinen gewisse Vereine in Bottrop anne Emscher über genug Einfluss zu verfügen, um auf Kosten des Steuerzahlers Parties feiern (ähm, ich meinte natürlich ‘Mitgliederversammlungen abhalten’) zu dürfen. Es wäre auf jeden Fall mal interessant zu wissen, um welche Vereine und Verbände es in diesem Artikel geht.

PS: Da gewisse Etablissements bei den Anliegern der Hochstraße ja nicht so gut ankommen, könnte man diese ja in den Saalbau verlegen, vielleicht noch zusammen mit ‘nem netten Casino und ‘nem Striplokal, um das Angebot abzurunden. Platz genug wäre jedenfalls vorhanden …

Bottrop: Auch wir können alles außer Englisch

Getreu dem neuen NRW-Motto Wir können alles außer Englisch wendet sich auch die Stadt Bottrop an ihre Englisch sprechenden Besucher (so es denn solche geben sollte). Mal abgesehen davon, dass es für das Übersetzen der Menü-Links wohl nicht mehr gereicht hat, prangt auf der englischen Startseite der Emschermetropole stolz folgender Text:

Motorists travelling in North Rhine-Westphalia will have to get used to urban Low Emission Zones which certain categories of vehicles are banned from entering (Hä?!). In Bottrop this kind of zone is declared since 1 October (is doch klar, da steht irgendwo in Bottrop seit vier Wochen ein Ausrufer: ‘Höret ihr Leute, wir verkünden euch hiermit…) . The Low Emission Zone can (denn Fahrzeuge ohne Plakette verweigern ihrem Fahrer selbstverständlich die Einfahrt in die Umweltzone) only entered by vehicles marked with a appropriate coloured (auauaua…) sticker.

Konsequenterweise steht dann natürlich unter ‘Lesen Sie auch hier:’ (Wie wäre es mit ‘Read you too here’?): Informations in German.

Bleibt nur noch zu sagen: My dear Mr. Singing Club, you are me but one…

Bottroper Okkultismus

‘Darum halten wir irdische Spiritistenzirkel bestenfalls für abgeschmackt; einen Dämonenbeschwörerring, der sich an jedem Freitag im Keller unter dem SB-Markt trifft, finden wir lächerlich! Nicht dass wir glaubten, DSA-Spieler könnten nicht zwischen echter aventurischer Magie und irdischem Humbug unterscheiden, aber es gibt immer wieder Leute, die in DSA-Heften schmökern, ohne einen Schimmer vom Rollenspiel zu haben, und denen wollten wir gern mal erklären, was wir vom sog. Bottroper Okkultismus halten.

‘Aus: ‘Die Magie des Schwarzen Auges’, Regelwerk für das Rollenspiel ‘Das Schwarze Auge, 1993 erschienen bei Schmidt Spiele.

Roter Besenstiel gewählt: Nächster Oberbürgermeister steht fest

Am gestrigen Tag wählte die Partei den Technischen Beigeordneten Bernd Tischler zum neuen Oberbürgermeister.

Damit steht fest, wer in den nächsten Jahren über Bottrop anne Emscher wachen und seine schützende Hand über die Stadt halten wird. Zum Glück hat sich der Bottroper Wähler hier gegen Experimente und für die dringend benötigte Stabilität und Kontinuität entschieden.

Der Noch-Amtsinhaber bleibt bis Mitte nächsten Jahres kommissarisch im Amt.

Durchfahrt Verboten

Was will uns der Autor mit folgendem Schild sagen?

Durchfahrt Verboten

a.) Diesen Fußgängerüberweg darf nur überqueren, wer ein handfestes Anliegen hat, z.B. sich im Schäfer einen hinter die Binde zu gießen.
b.) Nur wer ein begründetes Anliegen hat (z.B. Banküberfall) darf mit seinem Auto in den gegenüberliegenden Eingang der Deutschen Bank brettern.
c.) Im Keller des Bottroper Straßenverkehrsamtes lagen noch ‘Anlieger Frei’(bzw. ‘Verbot für Fahrzeuge aller Art’)-Schilder rum und alle anderen Pfosten in Bottrop waren schon belegt.

Der Rat hält Audienz

Am 28. Oktober 2008 dürfen Bottroper Bürger im Rahmen einer Ratssitzung Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen, für weitere Infos siehe:
http://bottrop.de/pressemeldungen/113010100000083749.php

Damit auch nur die richtigen Fragen gestellt werden, sind diese unter Angabe der eigenen Adresse vorab bis zum 17. Oktober 2008 an den Fachbereich für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bottrop zu richten.