Bottroper als Versuchskaninchen für suspeGKTe Gesundheitskarte
16. Januar 2009 – 17:49Am 12.01.2009 ist ein Pilotprojekt der Knappschaft mit dem schönen Namen “prospeGKT” (siehe auch die entsprechende Meldung im Heise Verlag) gestartet. Im Rahmen dieses Projekts kommen etwa 10.000 Bottroper prosper-Versichterte in den Genuß, das neue Allheilmittel für das kranke deutsche Gesundheitssystem zu testen:
Die Gesundheitskarte
In Anbetracht der reichhaltigen qualifizierten Kritik durch Fachleute an der kranken Karte wäre vielleicht der Name ”suspeGKT” für das Projekt passender gewesen. Oder auch “RespeGKT” (vor der herausragenden Beratungsresistenz und Dummheit der verantwortlichen Politiker).
Dieses weitere Stück Plastik fürs Portemonnaie soll nun also den ganzen elenden Papierkrieg im Gesundheitssystem beenden. Ganz abgesehen davon, dass dies selbstverständlich nicht passieren wird, denn dann hätten die ganzen Krankenkassen-Verwaltungen ja nix mehr zu tun, das hätte man auch einfacher haben können:
Einfach mal ein paar sinnlose Regelungen weniger – von denen der Patient eh nix hat, dafür aber die vom deutschen Gesundheitssystem profitierenden Beteiligten um so mehr – und schon hat man auch weniger Papierkrieg. Eigentlich eine sehr vernünftige Schlussfolgerung, sollte man meinen, aber um Vernunft geht’s ja hierbei auch nicht.
Eher schon darum, eine weitere Datensammelstelle aufzumachen, die dann in ein paar Jahren neue Begehrlichkeiten bei diversen BKA-Präsidenten, Innenministern, geifernden Familienministerinnen und Co. weckt.
Naja, wir dürfen jedenfalls gespannt sein, wann die ersten Patientenakten eines Bottropers bei eBay meistbietend verschachert werden.


