Vergessenes Bottrop: Ekel
29. April 2009 – 12:56 von BjoernFlaches Land, hier und da ein Bauernhof, weidende Kühe: Ist man hier schon im Münsterland oder etwa noch im Ruhrgebiet? Die beiden Kirchhellener Bauernschaften Ekel und Hardinghausen liegen auf der Grenze von Industriezone und ländlichem Raum.
Quelle: http://www.bottrop.de/tourismus/stadtportrait/stadtteile/060901_ekelhardinghausen.php



Eine Reaktion auf “Vergessenes Bottrop: Ekel”
Ich als Ekeler kann berichten:
Seit einiger Zeit wohne ich auf einem Bauernhof am nordlichsten Rand der Stadt Bottrop. Hier ist eigentlich
kaum etwas vom Ruhrgebiet zu merken, als dessen schwarzes Herz Bottrop ehemals galt. Im Gegenteil. Meine
Nachbarschaft ist eher münsterländisch-ländlich-bäuerlich geprägt. Richtig angekommen bin ich hier erst mit
der ersten Telekom-Rechnung. Sie wies im Adressfeld die Orstbezeichnung Bottrop-Ekel aus.
War das nur ein neuerlicher Gipfel in den Ärgernissen, die man als Telekom-Kunde so erdulden muß? Sollte ich
mich da geehert fühlen? Sollte ich beleidigt sein? Keine Ahnung. Allerdings war ich etwas erstaunt. Nach
einiger Recherche konnte ich erkennen, dass Ekel tatsächlich ein Stadtteil Bottrops, genauer eine Bauernschaft
in Kirchhellen, ist.
Da ich im Laufe der Recherchen in der Nachbarschaft eigenen Auges, bzw im Net aufbereitet, nette Dinge und
Tatsachen entdeckten konnte, war ich mit dem Telekomadressfeld versöhnt. Besonders die geschichtlichen
Geschehnisse, die auf Bottrop.de berichtet werden sind meines Erachtens bemerkenswert und zeigen einen
Humor, den auch ich schätze.
Genaueres zu Ekel hier.
Ich kam zu dem Fazit: Ekel hat einiges an und für sich. Sozusagen zu bieten.
Als da wären:
Die Kindergartenbaugemeinschaft, einen eigenen Bürgermeister, der gar kein Ekeler ist, der Kirchenbauverein
Ekel (hat es immerhin zu einer Kapelle gebracht). Dazu je nach Saison massig Erdbeeren oder Spargel. Den
Bauernolympiadenausrichterhof Steinmann, einen Golfplatz, die Kneipe Zur alten Schmiede.
Dazu sanfte Hügel, Wiesenbäche in kleinen Tälern. Pferde, Kühe und allerlei Entdeckenswertes.
Also bekenne ich nun restlos überzeugt, frei und stolz:
Ich bin Ekeler
Von Jan JWD am Apr 29, 2009