Den Ruhri ihm seine Kollummne, 18.5.09
18. Mai 2009 – 21:34Ey hömma!
Heut binnich auf hundertachzich! Den ganzen Tach schon! Fing dammit an, dattich schon um sechs wach war und nich mehr einpenn konnte. Dann wollt dat kleine freche Mädken nich aufstehn, weilse ja noch soooo müde war. Hat ja auch gestern nur bis Ultimo auf die ihre Plehstehschen gedaddelt! Ich glaup, ich muß da ma härter durchgreifen …
Auffe Maloche war allet soweit okeh, nur dattich ab und an wegen diese Müdichkeit mit mein Kopp auffen Schreibtisch getitscht bin. Scheff hat so getan, als ob er et nich gemerkt hätte …
Auffe Fahrt nahause dat Übliche: Schwachmaten rund ummich rum! Manchma mein ich echt, dattich die irnzwie am anziehn bin – also so magnetisch. Tüppen/Innen, die nich blinken, zu lampsam fahrn, zu nah auf mich drauffahrn, übberhaupt kein Plan ham … kennze ja, dat Programm.
Auffe Post: dat selbe! Da is sonne Omma vor mir dran, die da wohl die Auszahlung von die ihre Rente am Aushandeln war. Jedenfalls hat dat unheimlich lange gedauert. Und ich von ein Fuß auffen andern am trippeln für meine 55-Zent-Briefmarke … Nächstet Mal schmeissich die ein mit den Vermerk “Gebühr zahlt Empfänger”!
Bei Aldi genauso! Vier Kopftücher mit volle Karren vor mir. Jo, hat “bisken” gedauert. Meinze, die hätten mich mit meine eine Tüte Erdnußflipps ma ebent vorgelassen??
Weiter nach Plus (da kaufich immer dieset leckere Swiss-Müsli). Samma … is euch schomma aufgefallen, dat Plus die lahmarschichsten Verkäuferinnen anne ganze Emscher hat? Ich krich da jedet mal sooo ein dicken Hals wegen diese ganze Warterei und diese dösigen Verkäuferinnen!
Weiter nache Bank. Wollt am Onlein-Automat paa Übberweisungen tätigen. Da ist sone schwer übergewichtige Olle vor mir, die jede einzelne Übberweisung mitte Hand am Eintippen wa. ICH füll die ja immer schonn zuhause aus, dattich die nur noch im Lesegerät reinscheiben muß und fettich. Abber diese Tante hat sich da ein abgebrochen mit ihre Wurstfinger … jedet einzelne Formular mitte Hand eingetippt mit siebentausend mal löschen … Ich war schon am merken, wie sich da sonne ganz schlimme Gewaltfantasien in mein Kopp am Ausbreiten warn … Na ja, irnzwann war auch dat vorbei, ohne dat ich letztentlich diese Frau wat angetan hätte. Is mir abber nich ganz leicht gefallen …
Letzte Station: mein Versicherungsknecht. Musste da wat klärn wegen meine KaEffZett-Versicherung. Wie ich da so mit meine Wut im Bauch bei ihn reinkam, saß der da ganz nixahnend und irnzwie kindlich am Grinsen an sein Schreibtisch. Ich meine Farrattkette widder im Ölpapier inne Jacke gepackt und ihn dann doch nix getan. Ich happ mich ihn dann offenbart und ihn mein Zustand geschildert.
Und der hatte ein echt guten Vorschlach für mich. Der sachte: “Hömma Ruhri! Fah nahause, machdich paa Bier auf und laß dein kleinen weissen Hintern heute inne Bude!”. Happich gemacht … und getz geht mir dat besser. Wennich dat nich gemacht hätte, würd ich wohl morgen inne WAZ auffe erste Seite in den Lokalteil stehen …
Wattich daraus gelernt happ?
Lieber Tschillen statt Meucheln!
Bis die Tage …




2 Reaktionen auf “Den Ruhri ihm seine Kollummne, 18.5.09”
Hömma, Ruhri, wat du so hinternander, an ein einzigen Tach in dein Leben, auffe Reihe krichs, dat is für mich Stoff für’n paa Tage! Ährlich!
Von Angelika am Mai 19, 2009
Deshalb altere ich ja auch soll schnell, geschätzte Angelika!
Gestern war aber auch wirklich ein Härtetag. Bin nachträglich froh, daß ich nicht ausgerastet bin!
Von Ruhri am Mai 19, 2009