Archiv für den Monat: Juli 2009

“Das schöne Bottrop”

Wir haben uns aufgrund der tollen Fotos von Jürgen überlegt, hier eine Rubrik “Das schöne Bottrop” einzurichten. Jeder kann uns schöne Fotos vom geliebten Metropölchen schicken (post@bottblog.de) – egal ob alt oder neu, Vergangenheit oder Gegenwart. Wir müssen das Bild der eigentlich am “ruhrgebietischsten” Stadt zwischen Dortmund und Duisburg und zwischen Dorsten und Dümpten hoch halten: An die Spitze, wohin es gehört!

Den Anfang macht ein Foto vom romantischen Torhaus von Haus Hove in Vonderort. Die meisten Bottroper haben es noch nie gesehen … Wikipedia weiß dazu:

Haus Hove ist ein ehemaliges Rittergut im Stadtteil Vonderort von Bottrop. Er entstand im 13. Jahrhundert. Es besaß eine doppelte Gräfte, die durch den Bach Kornbecke gespeist wurde. Das Adelsgeschlecht starb mit Otto von der Hove im Jahr 1737 aus. Seit 1888 ist die Familie Steinhaus Eigentümerin der Anlage. Das Torhaus aus dem 14. Jahrhundert gilt als das älteste Bauwerk von Bottrop. Von der Burg sind noch einige Schießscharten erhalten.”

haushove

Update: Und noch ein Foto aus alten Zeiten, danke an Stefan fürs Zuschicken und an Jeveger fürs Fotografieren.

Torhaus_Haus_Hove

Bottrop wird schöner!

So langsam wird erkennbar, wie der neu gestaltete Berliner Platz (vormals Trappenkamp) die Augen der Bottroper (und Gäste) in den nächsten mindestens 150 Jahren bereichern wird …

Von der Post aus sieht man das Rathaus nicht mehr, vom Altmarkt aus sieht man die Post nicht mehr. Ist alles irgendwie ein bißchen hoch geworden, findet ihr nicht? Aber unten soll ja ein Sushi-Geschäft aufmachen. Das gab´s in Bottrop ja noch nicht.

Hier Impressionen vom Wochenende …

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Den Ruhri ihn seine Kollummne, 03.07.09

Ey hömma!

Ich wollt ja aintlich ersma nixmehr übber dat kleine freche Mädken schreim, abber mich brennt datt unter die Fingernägel, dattich euch einfach widder ma ein Ding von die erzähln muss …

Also ich happ ja schomma bei euch anklingeln lassen, datt mit euern Ruhri bein Verkehr nich gut Kirschen essen ist. Nomma füre Landeier zum Mitschreiben: Verkehr mit mein Auto und die anderen Teilnehmer, nich mit meine Frau!

So, is datt getz geklärt? Und keine doofen Mehls mehr zu dieset Thema!

Also spring wir dreckt inne Geschichte rein. Wie gesacht, ich fahr ja oft mit mein Auto und dieset Mädken dabei auffen Beifahrersitz (die daaf datt, weil die übber einsfuffzich groß is!) inne Gegend rum. Und wer viel fährt, flucht viel. Jedenfalls ich.

Getz hat dat kleine Mädken in all diese Jahre als Beifahrerin (ers neun Jahre hinten in Kindersitz und getz auffe Beifahrerseite) anscheint irnxwie mitgekricht, wie ich so mit meine Mitmenschen bei diese ganze Fahrerei kommuziere. Dat hat die auf ihre kleine Festplatte gespeichert, weil wennze jung biss, hasse noch viel Platz auf Laufwerk C … datt is noch nich so defragimiert wie bei uns ältere Leute …

Getz kommtet: Ich faah mit die am Samstach zu die ihre Schulabschlußfeier nach diesen Wildpark Frankenhof inne Nähe von Reken. Ich mit Würstkes und Bier an Bord, die Kleine mit ihrn Daddelgerät, datti die ganze Zeit am bearbeiten war. Nu war datt abber so, datt an diesen Samstach-Vormittach widder die üblichen Verdächtigen zusamm mit euern Ruhri auffe Piste warn.

Und weil ich aus mein Herz keine Mördergrube mach, happich die anderen Teilnehmer mit son paa Sprüche auf die ihre Fähichkeiten durche Windschutzscheibe aufmerksam gemacht. Und getz kommt dat Unheimliche! Immer wennich mit ein Satz anfing, kam vonne rechte Seite soffott den Rest von den Satz wie ausse Pistole geschossen! Und datt ging dann so:

Ich: “Hömma, du Dösbaddel! Trach doch deine Kiste …

Mädken: “… dreckt sällps umme Ecke rum!”

Da war ich ersma bisken platt. Abber datt ging noch weiter:

Ich: “Ey samma, hassu dein Führerschein …”

Mädken: “… ausse Samstachsausgabe vonne WAZ ausgeschnitten?”

Da wurd mir schon bisken blömerant. Weiter ging datt:

Ich: “Oh Herr …”

Mädken: “… schmeiß Hirn vom Himmel!”

Bisken später:

Ich: “Ja meine Fresse nee … is denn heute schon widder …

Mädken: “… Döskopp-Flachrennen!?”

Ich: “Deppen aller Länder …”

Mädken: “… vereinicht euch!”

Getz mussichmich watt einfalln lassen, weil datt so nich weitergeht. Die weiß zuviel!  Ich komm ja sällps ganz durcheinander. Abber ich happ schon ne Idee:

Ich tipp ein: “format C maedken” und mach danach ne komplette Neuinstallatzjon!

Jau! So mach ich datt!

Ecken gibt´s anner Emscher …

… die man auch nach Jahrzehnten zum ersten Mal sieht. Hier ist eine davon. Wer -außer denen, die dort evtl. wohnen- kennt die Ecke?

“Am Plankenschemm – Nähe HBF!

Von Stefan”

Ist richtich! Wohnst du da?


raetsel

Bottrop Boy auffem Wutatlas

Bottrop Boy hat sich jüngst einen wahrlich herausragenden Ehrentitel verdient. Die Boy is nämlich jetzt auf dem Wutatlas (Achtung, nich verlesen, den Wurstatlas gibt’s auch, is aber was völlig anderes) vertreten!

“Wutatlas? Wat is dat denn?” wird jetzt manch einer fragen. Und womit? Mit Recht!

Der Wutatlas oder ‘Atlas der Wut’ ist das geistige Kind von Udo Ulfkotte, näher ausgeführt in seinem neuesten Werk ‘Vorsicht Bürgerkrieg‘.

Ulfkotte, seines Zeichens ehemaliger RAZ Fedakteur, argumentiert dort, dass sich die Bundesregierung bereits auf soziale Unruhen aufgrund der Wirtschaftskrise einstellt.

In diesem Zusammenhang ist laut Ulfkotte eine Liste mit möglichen Brandherden im Umlauf. Welt Online dazu: “Nach Ulfkottes Angaben kursieren bei deutschen Sicherheitsbehörden streng vertrauliche Listen, die soziale Brandherde quer durch Deutschland benennen. Sie seien 2005 als Reaktion auf die schweren Unruhen in französischen Vorstädten erstellt worden.

Und diese blumig als ‘Atlas der Wut’ umschriebene Liste so Ulfkotte enthalte nun eben auch Bottrop Boy.
Als hätten wir’s nicht immer schon geahnt: Inner Boy geht’s halt schon ein bisschen kräftiger zu als anderswo. Und wenn die Revolution irgendwann ausbricht, dann bestimmt zwischen Horster Str. und Boyer Bahnhof.

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Quellen: