Mal wieder was, das mit anne Emscher nur am Rande zu tun hat, aber auch als Bottroper muss man ja mal ab und zu in die weite Welt hinausgucken dürfen.
Der altehrwürdige SPIEGEL hat mit seiner aktuelle Titelstory den ‘seriösen’ Journalismus nun endgültig ad acta gelegt:
Der letzte Sargnagel
Sehr passend dazu auch der folgende ‘Kommentar’ einer ‘Wenn ich mit dem Studium fertig bin, will ich mal irgendwas mit Medien machen’-Hilfsjournalistin beim ZDF Morgenmagazin:
Vor einer Woche hab ich noch gesagt, dass ich gedruckten Zeitungen und Magazinen noch maximal 10 Jahre gebe. Angesichts dieser ‘journalistischen’ Glanzleistung verkürze ich auf 5.
Ihr könnt mich beim Wort nehmen: Bottroper Standard-Wetteinsatz (Kiste Bier zum gemeinsamen Verzehr), falls irgendeiner dieser gänzlich uninformierten Wichtigtuer in 5 Jahren noch von Bedeutung ist.
PS: Ich glaube, ich habe irgendwo im Keller noch ein paar unveröffentlichte Hitlertagebücher rumliegen. Die sollte ich dem SPIEGEL dringend mal verkaufen, bei derart atemberaubender journalistischer Brillanz wird das der Renner des Jahres.
Die akute Zerfallserscheinung lässt sich meines Erachtens nach auch daran festmachen, wie Online- und Printredaktionen immer weiter auseinanderdriften. Christian Stöcker bei SpOn hat in den letzten Wochen durchaus den ein oder anderen intelligenten Artikel über die Netz-Community geschrieben, auch Thomas Knüwer beim Handelsblatt-Blog gehört für mich mit zu dem besten, was die politische Blogosphäre in Deutschland zu bieten hat. In die Printausgaben schaffen die es aber so gut wie nie.
3 Reaktionen auf “Journalismus ist tot”
Aber SOWAS von vollster Zustimmung!!!
Von Ruhri am Aug 15, 2009
Bin auch kein Fan von derartigem “Journalismus”, aber die Wette würdeich eingehen.
Von FS am Aug 15, 2009
Die akute Zerfallserscheinung lässt sich meines Erachtens nach auch daran festmachen, wie Online- und Printredaktionen immer weiter auseinanderdriften. Christian Stöcker bei SpOn hat in den letzten Wochen durchaus den ein oder anderen intelligenten Artikel über die Netz-Community geschrieben, auch Thomas Knüwer beim Handelsblatt-Blog gehört für mich mit zu dem besten, was die politische Blogosphäre in Deutschland zu bieten hat. In die Printausgaben schaffen die es aber so gut wie nie.
Von petschbot am Aug 17, 2009