Vor ein paar Wochen wurde in Innowahn (ehemals: Bottrop) ein Mast mit einem Verkehrsschild angefahren. Wir haben nachgefragt, was die Innowahn-Obrigkeit und die sich dafür hält, zu tun gedenkt, dieses Schild wieder aufzurichten.
Eine Innovationen-City-Beratungsvertreterstudentenhilfskraft: Im Rahmen des Event-Managements von Innovation-City werden wir eine energetisch ausgebildete Arbeitsgruppe begründen, um dieses komplexe Problem auf niedrigem Level mit Hilfe unserer ZIB- und ZAP-Sponsoren bis 2020 zu 50 Prozent anzugehen. Aber garantiert mit Zero, also positiver Umweltbelastung.
Ein CDU-Sprecher: Da das Schild jetzt nach rechts zeigt, will uns vermutlich die linke Presse wieder was anhängen. Um guten Willen zu zeigen, werden wir aber vom Sponsorengeld von unseren erfolgreichen gewählten Ratsmitgliedern ein paar Euro in den Aufrichtungstopf für verbogene Straßenschildermasten fließen lassen. Aber nur gegen Spendenbescheinigung.
Ein ÖDP-Mann: Verbogenes Straßenschild? Damit haben wir nichts am Hut, ist ja kein verbogener Baum.
Ein DKP-Sprecher: Was sich die Verwaltung hier erlaubt, ist unfassbar. Erst der Kahlschlag in der Kultur. Und jetzt, wo da nichts mehr abzuholzen ist, soll wohl der Kahlschlag im Verkehr beginnen. Und das ohne Aussprache im Verkehrsausschuss. Aber das wäre ja nicht das erste Mal. Unglaublich! Ohne uns!
Ein Grünen-Kommentar: Kein Kommentar. Es ist schon unverschämt, wenn die Stadtverwaltung jetzt sogar vor unschuldigen Öko-Läden Parkverbotsschilder aufstellt. Was soll das? Solche Schilder können von eiligen Müsli-Einkäufern doch schnell mal übersehen werden. Und sich dann darüber aufregen, dass da was schieflaufen kann.
Eine FDP-Stimme: Jedes Verkehrsschild sollte, wenn es denn schon angefahren wurde, die Chance haben, sich eigenverantwortlich in seine Lieblingsrichtung zu verbiegen. Denn auf jeder Straße, die nicht dampft und segelt, gibt es ein Schild, das alles regelt. Und das gilt auch für diese Stadt.
Die Linke: Wir werden das auf unserer nächsten Montagsdemo anprangern und auf dem Parteitag ins Grundsatzprogramm als Grundsatzproblem aufnehmen. Schilder, die nach rechts gebogen werden – das ist doch ein Skandal.
Ein Stadtsprecher: Man muss vor Ort schauen, mit welchem personellen und finanziellen Aufwand zu rechnen ist. Die Stadtkasse gibt aber nichts her. Bei der angespannten Haushaltssituation kann man nicht sagen, ob und wann wir uns dieses Schildes annehmen werden.
Vor ein paar Wochen wurde in Innowahn (ehemals: Bottrop) ein Mast mit einem Verkehrsschild angefahren. Wir haben nachgefragt, was die Innowahn-Obrigkeit und die sich dafür hält, zu tun gedenkt, dieses...