Die Grünen zur A 52: “Neubau in Bottrop nur bei Gladbecker Konsens”
5. Oktober 2011 – 08:22 von WeB“”Die Bottroper Stadtratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN kritisiert die Behauptungen des Bottroper Oberbürgermeisters (OB) Bernd Tischler zur Autobahn A 52. Dieser hatte u. a. verlautbaren lassen: “Die Trasse benötigt keine zusätzliche Fläche, sondern verbleibt im Streckenverlauf der B 224″ (Mitteilung der Stadt Bottrop vom 28. September 2011). Richtig sei vielmehr, dass der Neubau der A 52 einen erheblich breiteren Straßenquerschnitt von mindestens 31 Metern beansprucht. Teilweise werde mehr als doppelt so viel Fläche benötigt. Dies werde Teile des Welheimer Waldes und des Kraneburger Feldes vernichten. So solle eine sieben Meter breite Straße – parallel zur A 52 – die Horster Straße mit der Straße Im Gewerbepark und dem Gewerbepark Gladbeck-Brauck verbinden.
Auch ein eigener Verkehrswert des Bottroper Abschnittes der A 52 existiert laut Grüner Ratsfraktion nicht. Grünen-Vertreter Ulrich Schnirch: “Bei einem persönlichen Gespräch im Düsseldorfer Landtag am 28. September 2011 hat mir der NRW-Staatssekretär Horst Becker bestätigt, dass der Neubau des Bottroper Abschnittes der A 52 nur vom Bund finanziert wird, wenn ein Konsens mit der Stadt Gladbeck gefunden wird. Der Bottroper Bauabschnitt von der A 42 bis zur Stadtgrenze Gladbeck steht also unter dem Vorbehalt einer Weiterführung auf Gladbecker Gebiet.” Eine Bottroper Koalition aus OB, SPD und CDU habe seit Jahren versucht, einen anderen Eindruck zu vermitteln.
Dazu äußert Schnirch: “Die vorliegenden Baupläne zur A 52 haben eine deutlich erhöhte Verkehrs- und Luftbelastung im Bottroper Süden, die verstärkte Zerschneidung der Bottroper Stadtteile Boy und Welheim, erheblichen Flächenverbrauch und die Zerstörung von Natur und Landschaft zur Folge. Dies steht auch im Gegensatz zur angestrebten Feinstaub- und Stickstoffoxidreduzierung im InnovationCity-Projektgebiet.” Mit der vorgelegten Prioritätenliste sei das Land NRW weiter als die InnovationCity Bottrop, wenn dem Straßenerhalt Vorrang vor dem Neubau – beispielsweise der Autobahn A 52 – eingeräumt werde. An den straßennahen Wohngebäuden seien – entgegen der Behauptung der CDU-Ratsfraktion Bottrop – die Voraussetzungen für eine Lärmsanierung von 70 dB(A) tagsüber und 60 dB(A) nachts auch ohne Autobahnbau zweifelsfrei gegeben.”"


