WDR: Feinstaubalarm an der Peterstraße

(23.11.2011. WDR) “”Viel Verkehr, wenig Wind: Das Wetter treibt die Feinstaubbelastung in NRW-Städten auf enorme Werte. In Bottrop, Herne, Oberhausen und Gelsenkirchen haben sie sogar die Stufe “Rot” erreicht. Akut gefährlich ist das nicht, kann aber auf Dauer der Gesundheit schaden.

Seit 14 Tagen herrscht eine Inversionswetterlage, die WDR-Wetterexperte Jürgen Weiß so erklärt: “Eine warme Luftschicht liegt wie ein Deckel auf einer kalten Luftschicht. Und weil kein Wind weht, bleibt alles am Boden liegen, was in den Ballungsräumen reinkommt.” Die Folge: Die Belastung mit Feinstaub, der etwa von den Autos ausgestoßen wird, steigt – vor allem an Rhein und Ruhr.

Eine Liste mit vorläufigen Daten, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) veröffentlicht hat, zeigt: In Bottrop wurden an der Peterstraße 102 Mikrogramm Feinstaub gemessen, an der Mülheimer Straße in Oberhausen 106 und an der Recklinghauser Straße in Herne 133 Mikrogramm. An der Kurt-Schumacher-Straße in Gelsenkirchen ist die Belastung an größten: 139 Mikrogramm Feinstaub, ein Wert im tiefroten Bereich.  …

“Aber die Statistik zeigt, dass die Zahl der Atemwegserkrankungen steigt, wenn man häufig zu viel Feinstaub einatmet.” Experten sprechen auch von mehr Asthma, Allergien und Mittelohrentzündungen. Also geht es darum, die langfristige Belastung zu senken. Deswegen darf der Wert von 50 Mikrogramm an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Geschieht das doch, muss die jeweilige Stadt gegensteuern und zum Beispiel eine Umweltzone einrichten, in die nur schadstoffarme Autos einfahren dürfen. Eine solche Zone ist aber nur eine erste von vielen Maßnahmen, die in den Luftreinhalteplänen festgeschrieben sind.”"

Quelle KLICK

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