Den Bottblog erreichte am 6. Juni 2012 die folgende E-Mail:
“”Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Tischler,
wie bekannt, recherchiere ich im Bereich Bottroper Geschichte und habe mich marginal über die WAZ bzgl. der städtischen Veröffentlichung:
Stadtarchiv 2011: Geschichtsstunde, Heft 12, Josef Bucksteeg: Als Günther Graf von Stosch im Rathaus regierte, an die Öffentlichkeit gewandt.
Für eine weitere Berichterstattung in unseren Medien bitte ich um folgende Auskünfte:
1. Wer hat zu welchem Zeitpunkt die Publikation beauftragt?
2. Ist es eine Pflichtaufgabe der Kommune, privat erstellte Arbeiten, wie die vorliegende zu veröffentlichen?
3. Hat der Verfasser öffentliche Gelder für Aufwendungen oder als Honorar im Zusammenhang mit dieser Publikation erhalten?
4. Herr Bucksteeg gab im Gespräch am 6. 6. 2012 in den Diensträumen von Herrn Wollek an, sein Werk sei lediglich von seinem Sohn gegengelesen worden. Hat es eine Gegenlesung seitens des Herausgebers, der Stadt Bottrop, oder eines von ihr beauftragten wissenschaftlichen Rezensenten gegeben?
5. Welche Kosten sind der Stadt Bottrop durch die Herstellung und Verbreitung dieses Werkes entstanden?
6. War von Anfang an intendiert, das Werk für die Bottroper Schulen herzustellen?
7. Wieviel Exemplare wurden hergestellt?
8. Wieviel Exemplare wurden bisher zu welchem Preis veräußert?
9. Wenn es sich um eine Auftragsarbeit der Stadt handelt, welche Zielstellung war für das Projekt vorgegeben?
10. Plant die Stadt Bottrop dauerhaft das Gedenken an Graf Stosch durch Bild- oder Textfestlegungen im öffentlichen Raum?
11. Wieviel Exemplare des Druckwerks wurden dem Verfasser ohne Kostenübernahme überlassen?
12. Gab es für dieses Projekt eine politische, parteienübergreifende Legitimation, wurden die Parteien vor Erstellung angehört?
13. Gibt die Stadt Bottrop regelmäßig Publikationen im Selbstverlag heraus?
14. Warum verzichtet die Stadt als Eigenverlag auf eine Eintragung im Dt. Buchhandel und der damit verbundenen ISBN Notierung?
Für eine Beantwortung dieser Rechercheanfrage bis zum 15. 6. 2012 wäre ich dankbar.
Verlag Steinsiek
Redaktion Die Erle
Hans-Joachim Steinsiek
Chefredakteur – Die Erle “”
Zum Hintergrund: Die WAZ, Lokalausgabe Bottrop, berichtete am 6. Juni 2012, Überschrift “Mit Gespür für die Opfer”, dass Hans-Joachim Steinsiek mit einem “Online-Auftritt und einem Buch” das Schicksal seines Großvaters August Steinsiek aufarbeiten wolle. “Dieser lebte einst in der Bottroper Overbeckstraße und wurde am 10. November 1940 im KZ-Dachau ermordet.” Der ehemalige Bottroper Oberbürgermeister Stosch sei “letztlich dafür verantwortlich, dass er in Dachau ermordet wurde“. Hans-Joachim Steinsiek wirft der – vom Stadtarchiv herausgegebenen und von Josef Bucksteeg verfassten – Darstellung über Stosch in der Reihe “Geschichtsstunde” vor: “Das Buch hat einen sehr relativierenden Charakter, das der wahren Person von Stosch nicht gerecht wird. Er wird hier als tragische Figur dargestellt … Es handelt sich um eine fleißige Hobbyhistorikerarbeit mit potpourrihaftem Charakter. Wissenschaftliche Fragestellungen bleiben unberücksichtigt.“
Den gesamten WAZ-Artikel lesen KLICK

Frage 10 ist ja der Hammer, als ob mit dem Buch dem Stolz gedacht werden würde. Ist ja so als ob man keine Bücher mehr über Hitler schreiben dürfte, da man ihn damit ehren würde.
Sehr skurile Aktion. Ich hab das Buch bis jetzt halb durch und finde es gut und es wird ja von der Stadt ordentlich verkauft und der Autor kriegt davon nix. Die ganze Bücherreihe Geschichtsstunde find ich echt gelungen und verstehe nicht wieso sich hier jetzt so ein Verlag aufregt.
Um ehrlich zu sein Verstehe ich diesen Antrag vorne und hinten nicht. Es sieht irgendwie so aus als ob der Herr Antragsteller irgendwie sauer ist das jemand seinen Lutscher weggenommen hat…..
Man schaue sich mal die Homepage des HerrnSteinsiek an (Heilpraktiker, Tierheilpraktiker, Autor, selbsternannter Journalist, Eheberater usw.) – da scheint sich jemand mächtig zu überschätzen.
Also lieber anhope, so sehr kann der sich wohl nicht überschätzen, denn um sich als Heilpraktiker zu titulieren muß er eine gesetzliche Bestätigung haben. Und als Eheberater hat er wohl auch auf seiner Seite einen akademischen Abschluß angeführt. Das “selbsternannt” beim Journalisten ist wohl deine Wertung, aber das wissen seine Kontaktpartner dann wohl besser, wenn er sich dort ausweisen muß.
Wir werden wohl in den kommenden Tagen sehen, was er dezidiert zu dem Thema veröffentlichen wird. Natürlich kann jeder auch über jeden Nazi schreiben, nur wenn es dann zu einer Relativierung eines Vorzeigenazis geht, muß sich eine Hobbyhistoriker schon mal fragen lassen, wie es um seine Quellkritik aussieht. Nur allerhand Material zu sammeln und ein paar vage Kommentierungen dazu, das ist in der Tat ein Potpourri ohne Anspruch einer wissenschaftlichen Fragestellung. Und kostenlos war das Ganze auch nicht, der Steuerzahler hat da erst mal eine Vorleistung gebracht. In wessen Auftrag eigentlich? Also, diese Fragen sind berechtigt, denn ansonsten könnte ja auch anhope mal seine Beiträge von der Stadt binden und veröffentlichen lassen, so ganz kostenlos. Beiläufig stellen wir dann fest, daß der Nazigraf ja entnazifiziert wurde und wohl eine tragische Figur ist. Zum Mitleid haben. Der arme Chef der Sicherheitspolizei der Nazis, der als Statthalter 1935 von den Nazis in Bottrop eingesetzt wurde. Der kann doch wohl nicht schlimm gewesen sein, wenn wir nix im Archiv finden und ein paar Freunde ihn vor der Persilscheinkommission als netten Onkel beschrieben haben. Einer sogar vonne SPD…
Ne mein Freund, der Graf war ein übler Verbrecher, der mehr als ein Rädchen im Getriebe der Nazis war.
Der Hobbyhistoriker hat sich hier, vielleicht auch unbedacht, an einem etwas zu schweren Stoff für einen ehemaligen Verwaltungangestellten gewagt. Da fehlte tatsächlich einer, der ihm mit einigen Fragen hätte weiterhelfen sollen.
Da sitzt aber einer auf nem ganz hohem Ross – der denkma. Denn so viel ist klar, der denkma weiß ALLES;)
och Kümmerling, so ein Ross hast du auch im Stall. Les doch einfach. Fang mal bei wikipedia mit Stosch an. Dann weißt du genauso viel. Wissen und Denken sind freie Gemeingüter!… nix für ungut.
Hab ich getan denkma und auch das Buch vom Bucksteeg. Und ich weiß nicht was an einer kommentierten und sortierten Auflistung von Primärquellen so falsch sein soll.
Es geht eben nicht darum nur Quellen aufzulisten und mit kommentierenden Kopula zu einem Potpourri aneinander zu reihen. Die Schlüsse und das, was der Hobbyhistoriker Bucksteeg damit verbreitet sind ein Paralogismus. Er benutzt ein sog. Enthymem um seinen tragischen Helden “im schmucklosem Grab…” posthum reinzuwaschen. Schränkt das dann unsicher wieder ein…”war Nazi und sicher nicht ohne Schuld”, aber eben auch nicht so richtig schuld..? Er kommt einfach über seinen Kardinalfehler des verkürzten Schlusses nicht hinweg, bei dem er strickt davon ausgeht, daß die offenen Quellen der Entnazifizierungsvorgänge auch eine tatsächliche Schuldentlastung bedeuten. Das ist aber heute jedem Historiker klar, daß die nicht zur Bewertung taugen, bekannt ist, daß Naziverbrecher reihenweise entlastet wurden, oder sich alle, wie auch Stosch, als unwissende Mitläufer darstellten. Da hätte er sich dann etwas tiefer in die Problematik der Entnazifizierung einarbeiten müssen.
Dann die Darstellung auf der bottrop.de Seite..
seine dort vorgebrachten Motive für sein Engagement lassen doch sehr tief blicken und deuten etwas auf ein interessegeleitetes Rumstochern im Archiv hin.
s. auch die Ausführungen vom Steinsiek dazu auf http://www.die-erle.de, unter Lokalitäten und Bottrop. Da ist einiges aufgeführt. Es wird aber auch noch eine ausgiebige Rezension des Heftes da folgen, wobei die Schwachpunkte der Arbeit detailliert beschrieben werden.
Allgemein geht es garnicht so sehr um die Person des Bucksteeg. Der war ja nun zeitlebens als Verwaltungsmann tätig und daher wohl auch die Nähe zum Rathaus. Altershobby schön und gut und allgemein leisten Hobbyhistoriker ja oft wertvolle Arbeit, wo offfiziell keine Gelder für Profis bereitstehen. Dann gibt es ja auch Felder, von denen er wohl einige beackert hat, in denen es recht unproblematisch ist, nach Urkunden zu suchen und rein deskriptiv schöne Bücher zu machen. Nur an dem Thema Stosch, das liegt wohl außerhalb seiner Befähigung. Die Stadt hätte da doch ganz einfach mal zuvor einen Historiker, keine Archivarin!, drüber schauen lassen sollen, dann hätte das doch was Ordentliches geben können. Man war aber offenbar, so sieht der Artikel auf der Stadtseite aus, recht selbstverliebt in das neue Heft, bei dem man die sachliche Würdigung aus den Augen verloren hat.
Opfergeschichte ist bis auf wenige Ausnahmen in Bottrop noch nie populär gewesen, aber das ist schon ein anderes Thema.
Alles Gute und les weiter. History is for lovers (Peter Brandt)
noch mal eben als hoffentlich willkommene Ergänzung zum Thema Entnazifizierung, die Bucksteeg ja nun recht wörtlich nimmt:
der Link zum WDR gibt da eine kleine Kostprobe:
http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_wiederaufbau/entnazifizierung108.html
wenn du darüber hinaus “entnazifizierung achenbach” bei google suchen lässt, dann ist das schon mal ein interessantes Körbchen um in die Thematik zu kommen.
Achenbach war hier im “Ex-Gau-Ruhr” in der Nachkriegszeit so eine interessante Drehscheibe. Da schreiben aber auch schon welche drüber.
Viel Spaß!
Ergänzung und kein doppelter Kommentar, lieber blog!
noch mal eben als hoffentlich willkommene Ergänzung zum Thema Entnazifizierung, die Bucksteeg ja nun recht wörtlich nimmt:
der Link zum WDR gibt da eine kleine Kostprobe:
http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_wiederaufbau/entnazifizierung108.html
wenn du darüber hinaus “entnazifizierung achenbach” bei google suchen lässt, dann ist das schon mal ein interessantes Körbchen um in die Thematik zu kommen.
Achenbach war hier im “Ex-Gau-Ruhr” in der Nachkriegszeit so eine interessante Drehscheibe. Da schreiben aber auch schon welche drüber.
Viel Spaß!
Die bisherigen Bücher von Bucksteeg wurden alle auch von Historkern gelobt. Und was es soll darauf hinzu weisen, dass er im Rathaus gearbeitet weiß ich nicht. Schließlich war er auch Jahre lang Bildungsreferent der katholischen Kirche. Naja. Wer sich aufregen will kann es tun
Ich kenne Herrn Bugsteeg als integren, intelligenten und sympathischen Menschen, der mit Sichherheit alles andere im Kopf hat, als einen Nazi aufs Podest zu stellen. Ich habe auch mit ihm im Vorfeld ein paar Worte zum Buch gewechselt.
Es ist ja mittlerweile bei all der unsäglichen “Political Correctness” in Deutschland schon so, dass jeder, der sich dieses Themas annimmt, von vornherei in eine rechte Ecke gestellt wird – ganz egal, wie er sein Thema bearbeitet.
Ich finde die persönlichen Angriffe hier auf Herrn Bucksteeg stillos, nur weil eine Person meint, dass einer seiner Angehörigen eventuell wegen Graf Stosch umgekommen ist – was bis jetzt nirgendwo belegt worden ist.
zu Kümmerling:
was sagt es aus, wenn Herr Bucksteeg in anderen Sachen von wem auch immer ein Lob erhielt? Ein “Argument aus der Autorität” ist keine geeignete Möglichkeit, einem Argument Geltung zu verschaffen. Wenn jemand achtmal was Brauchbares schuf, warum soll ihm beim neuntenmal nicht Bockmist unterlaufen? Aber mit einer Autorität im Dialog wäre das vielleicht ja auch besser gelaufen. Nur er hatte da wohl niemand, der sein Hobby kritisch begleitete, er sagt selber, nur sein Sohn habe gegengelesen. Seine berufliche frühere Tätigkeit ist nur insoweit erwähnt, als damit ausgesagt wird, daß er aus einer anderen Branche kommt.
zu Ruhri: was hat eine sachliche Auseinandersetzung über ein problematisches Werk damit zu tun, ob Bucksteeg nen netter Kerl ist? Spricht ihm doch niemand ab. Er könnte ja auch aus Gedankenlosigkeit einen wichtigen Aspekt unberücksichtigt gelassen haben… s. sein Stützen auf fragliche Entnazifizierungsquellen.
Bisher hat ihn ja auch noch niemand in eine rechte Ecke gestellt. Natürlich darf er Mitleid mit dem “schmucklosen Grab” eines Verbrechers haben (sein Ausgangsmotiv nach bottrop.de).
Mit der political correctness, das ist so eine Sache. Meist wird das aber gerne von Personen mit einem Hang zur rechten Szene benutzt…”man wird ja wohl noch sagen dürfen…”. Ist ein schlechtes, manchmal dümmliches Argument.
Wenn jemand eine wissenschaftliche Abhandlung in die Öffentlichkeit stellt, (hier war es ja eigentlich wohl die Stadt), dann muß er sich dem freien Diskurs stellen. Das fällt natürlich manchem Hobbyhistoriker schwer, weil dann oft keine Distanz zwischen Arbeit und Person besteht. Bucksteeg ist auch nicht zimperlich dort, wo er sich in Frage gestellt sieht gleich naiv nach Urkunden zu fragen und vorschnell alles, was ihm noch nicht in die Finger gekommen ist als “Märchen” darzustellen. Nein, Stosch war der entscheidende Mörder des August Steinsiek, das ist belegt. Bucksteeg kann sich ja mal der Personalie annehmen und forschen. Aber da, wo er nichts von weiß, da sollte er schweigen (das ist fast ein Zitat von Wittgenstein). Nur es geht um den Nazi-Verbrecher Stosch und nicht um Bucksteeg! Seine Empfindlichkeit ist marginal weil er sich offenbar über die musikalische Struktur des Potpourri getroffen fühlt. Schade um den “netten” Mann…
Konstruktive Kritik hat er offenbar zu wenig erfahren.
denkma = Hans-Joachim Steinsiek !
wenn Sie BEWEISEN können, dass Stosch der entscheidende Mörder (gibt es auch nichtentscheidende Mörder?), dann legen Sie die Beweise dem Stadtarchiv doch vor. Stattdessen stellen Sie für die Klärung der Frage, ob Stosch der Mörder Ihres Großvaters ist, vollkommen nebensächliche Fragen an den OB. Und überhaupt: hier ärgert sich der Kleinstverleger und Hobbyhistoriker Steinsick doch nur über einen anderen Freizeithistoriker.
anhope, Sie sollten sich doch da mal vertiefen, wo etwas über das Argument gegen den Mann, den Sie zu kennen glauben, hier oberhalb geschrieben ist.
Wenn Sie Steinsiek kennen würden, würden Sie nicht wiederholt so einen Stuss schreiben.
Aber da, wo sie sachlich erscheinen, sollen Sie eine Antwort bekommen:
In der Tat gibt es Mörder, die nicht selber die Hand anlegen, sondern andere entscheidend ans Messer liefern. Stosch war natürlich nicht im KZ Dachau aktiv, und er hat wahrscheinlich auch nicht einmal das KZ Oranienburg von innen gesehen. Es gehört aber mehr als Naivität dazu, zu glauben, daß der Gestapo Leiter Stosch nicht gewußt habe, daß Leute verschwinden und einer “Sonderbehandlung” zugeführt würden. Im konkreten Fall hat er dem Bottroper August Steinsiek das persönlich angedroht und klar gemacht, daß er nicht wiederkäme. Er hat ihm auch das Aufsuchen des Bottroper Rathauses verboten. Wenn der Hobbyhistoriker Bucksteeg meint, alles was ihm verborgen sei nicht existent und sich hinter der banalen Frage, hammse Dokumente verschanzt… da lohnt es sich nicht drauf einzugehen. Er wird da bald weiteres lesen können.
So christlich ist sein Verhalten ja da ohnehin nicht, einem Verwaltungsangestellten, der ja 1935 noch in der ersten Prägephase seiner Kindheit einen Eindruck des Systems mitbekam und nach 1971 für das Katholische Bildungswerk arbeitete und Religionsunterricht gab, könnte man etwas mehr Respekt und mit den Worten der gerade verstorbenen Frau Mitscherlich etwas mehr persönliche Leidensfähigkeit abverlangen.
Die an den Oberbürgermeister gerichteten Fragen des Steinsiek scheinen mir auf dem Hintergrund von Bucksteegs Einlassungen mehr als berechtigt. In der Bottroper Zeitschrift Die Fahne wird er doch als Empfänger eines Auftrags des Stadtrates zitiert. S. Artikel dort mit Stratmann. Dann hat der Stadtrat ja damals einen Hobbyhistoriker beauftragt…
warum soll hier nicht genau nachgehakt werden, ob diesmal Geld ins Hobby geflossen sind? Zumindest sind dann Gelder aus dem Stadtsäckel in Vorleistung gesetzt worden, um seine Hobbyarbeit in einen Deckel zu bekommen. Da wird man ja mal fragen dürfen, wer Auftraggeber mit welcher Intention war. Das Motiv von Bucksteeg ist auf der Stadtseite nachzulesen…
Mitleid über das “schmucklose Grab” eines Verbrechers!
Es ist unerträglich wie hier einige Querulanten den grandiosen Denkma alias Hans-Joachim Steinsiek verunglimpfen. Steinsiek ist schließlich Diplom-Sozialarbeiter, Heilpraktiker, Supervisor, Eheberater, Psychologe, Psychotherapeut, Journalist und Chefredakteur. In seiner ausgewiesenen Naturheilpraxis macht er übrigens auch wegweisende sportmedizinische Angebote. Seine bekannte und beliebte Netzfachzeitschrift “Die Erle” ist ausgesprochen informativ, breit aufgestellt, gänzlich unabhängig und unbedingt empfehlenswert. Als Autoren schätze ich eigentlich nur noch Bodo Schulte und Stefan Soppe (Der Marzinellabaum)mehr. …
[Der Rest sind Beleidigungen.]
wer mag denn den Hobbyhistoriker Bucksteeg so lieben, daß er sich so selbstqualifizierend für ihn in unter falschem Namen in den Ring wirft? Manchmal tun das aus Verletzung die Angesprochenen selber, das wollen wir aber mal nicht annehmen, zumal die gegen ihn sprechenden Argumente ja nicht dadurch entkräftet werden, daß wer auch immer mit beleidigenden Argumenten gegen den Mann sich selber entblößt. Jedenfalls ist der mit dem falschen Namen eines Psychopathen, Postel war ein solcher, s. google, agierende sehr verletzt, daß er sich so wutschnaubend hier entäußert. Er wird aber eine öffentliche Diskursion über den Wert oder Unwert der Bucksteegschen Quellenauflistung keinesfalls verhindern können. Bucksteeg wird jedenfalls auf solche Freunde wenig stolz sein können.
übrigens, für Geschichtsinteressierte in dieser Thematik: am 14. 6. 18 Uhr hält der Leiter des Essener Hauses der Geschichte/Stadtarchiv ebd. einen Vortrag zu dem brüchtigen Gauleiter Terboven.
Ernst-Schmidt-Platz 1, Essen (alte Luisenschule)
Es wäre schön, wenn Herr Steinsiek die Antwort der Stadt Bottrop auf seiner Fragenkatalog mit 14 Punkten veröffentlichen würde. Ich war schockiert über die verschwenderischen Ausgaben für Personal und Druck. Dieser handfeste Skandal muss unbedigt ans Licht der Öffentlichkeit.
Ja neee … is klar …
an freierpferdemarkt: er bestätigte mir gestern den Eingang und wird mir das Schreiben?, die Mail? die er erhalten heute rüber geben. Kommt also wohl im Laufe des Tages, spätestens morgen hier rein. Die spielen die Kosten natürlich runter, soll so bei 2 Tausend liegen, auch haben sie bestätigt, daß kein öffentlicher Auftrag bestand, also kein Politiker an der Entscheidung beteiligt sei und an Bucksteeg wohl außer fünf Exemplare kein Geld gezahlt worden sei. Gegenlesung sei auch nur von der Stadtarchivarin, die gleichzeitig auch die Lobhudelung als Vorwort verfasst hat, erfolgt. Soweit mir Steinsiek sagte sei man derzeit dabei, eine umfassende Rezension des Heftes vorzunehmen, die dann veröffentlicht wird. Sobald ich das Schreiben dann habe, setz ich es hier rein. versprochen.
so, hier kann ich aus der Antwortmail die nummerierte Beantwortung herauskopieren, der Fragenkatalog ist ja hier im Blog oben noch vorhanden.
1. Keiner
2. Nein
3. Nein
4. Ja
5. 1.170 Euro
6. Ja (unter anderem)
7. 200 Exemplare
8. 56 Exemplare a acht Euro
9. Keine Auftragsarbeit
10. Nein, eine neue Dokumentenlage ist z.Zt. nicht ersichtlich
11. Fünf Exemplare
12. Nein
13. Die Stadt veröffentlicht regelmäßig Publikationen, Broschüren, Dokumentationen pp
14. Kostengründe
Danach steht fest, daß bisher 56 Exemplare a 8 Euro verkauft wurden, fünf Exemplare an Bucksteeg gingen und von der Stadt 1170 Euro investiert wurden.
Interessant, daß man nun anführt, eine Versorgung der Bottroper Schulen sei intendiert gewesen. Man könnte ja auch denken, daß dann dort die Ablage für die nicht verhökerbaren Exemplare sieht, um den von niemandem bestellten Auftrag loszuwerden.
Das da keine Auftragsarbeit vorliegt besagt, daß die Stadt Bottrop Geld ohne Auftrag in ein Projekt investiert und ihren Namen hergibt, und das dann am Stadtparlament vorbei, denn wer sollte sonst legitimiert eine Ausgabe rechtfertigen, die dazu nicht bestellt ist…
In einer Ausgabe der Bottroper Zeitschrift Die Fahne hat Bucksteeg allerdings angegeben, für ein früheres Projekt beauftragt worden zu sein. Ist dat nun ein Dauerauftrag?
Ergänzend sagte mir Steinsiek, er habe bei der Stadt nachgefragt wer mit Gegenleser gemeint ist, es ist tatsächlich nur die Archivarin, die auch das Vorwort (wohl auch nicht bestellt!) für dieses Werk geschrieben hat.
Wieso eine ISBN Verortung nun noch viel Geld kosten soll, ist nicht nachzuvollziehen, denn zwei Exemplare für Leipzig und nen paar Cent jährlich fallen ja nun wirklich nicht ins Gewicht.
Die Stadt räumt ein, daß es sich hier nicht um eine Pflichtaufgabe der Stadt handele, also für einen Schmalspurhaushalt mit roten Zahlen eine freiwillige Lustbarkeit, ohne Auftrag und wahrscheinlich einfach “so abgegeben und mal drucken und binden lassen…”
Archivarinnen finden ja darin ihr höchstes Glück und schreiben dann auch gleich noch nen Vorwort dazu und gehen mit einer bemerkenswerten Schilderung der Motivation zu dieser Arbeit in die Presse. Toll!
Gibts denn in Bottrop nicht noch jemanden, der was aus seinem Hobby verewigt sehen will? Billiger gehts nimmer! Die Parteien in Bottrop scheinen ja spendabel und es mit der parlamentarischen Kontrolle nicht allzu genau zu nehmen. Zumindest können die Amtsleiter ja recht selbständig das Geld verteilen, pardon, in Freizeitarbeiten investieren.
Steinsiek kündigt für Mitte kommenden Monats eine detaillierte Rezension dieser städtischen Investition an und wird diese veröffentlichen. Vielleicht interessieren sich dann auch überregional noch einige Hobbyhistoriker für die wundersam milde Neubetrachtung eines schmucklosen Grabsteins in Bottrop. Hoffentlich kommen bis dahin in Bottrop niemand die Tränen ob des bisher so verkannten harmlosen Auchnazi und Gestapoleiters, von dem man annehmen darf, daß er heimlich wohl auch noch ein Widerständler war und Dank Bucksteegscher Erkenntnisse nur gemildert und wahrscheinlich auch noch Menschen gerettet hat. Danach wird spätestens wohl auch der Oberbürgermeister Erbarmen mit dem Verkannten haben und ein Bild in die Reihe der Ex-Oberen hängen. Das städtische Friedhofsamt wird dann wohl auch im Stadtinteresse eine Dauerpflege für den tragisch Verkannten einrichten. Geht auch ohne Auftrag, in Bottrop bestimmt!
So erspart sich die Stadt zumindest das Geld um nach den Opfern der Barbarei zu forschen. Denn diese Auskunft wurde auch gegeben:
Wir haben keine Mittel und Personal, um in diese Richtung zu forschen.
Dem Personal wurde natürlich wohl auch bis heute kein Auftrag in diese Richtung erteilt.
Herr Steinsiek, Sie tun mir irgendwie leid. Sie sollten vielleicht einmal professionelle Hilfe aufsuchen …
Ruhri Sie meinen der Steinsiek würde das wenigstens aus eigener Tasche bezahlen können? Sicherlich. Ihnen stände aber auch ein kostenloses Programm zur Verfügung. Naziaussteigerprogramme stehen auch für Stoschfreunde bereit. Oder reicht Ihnen schon ein Kaffeeplausch beim Hobbyhistoriker Bucksteeg?
Sachlich war ihrem Posting leider nix zu entnehmen, da fehlte ihnen wohl die professionelle Hilfe. Jaulen und ad hominem ist zu wenig und bringt den Bucksteeg doch nur unnötig in Verdacht selber hier unsachlich zu reagieren.
Was für eine Enthüllung! Fast enorme 1.200 Euro. Und gerade mal Einnahmen von knapp 500 Euro. Und wenn die restlichen Bücher auch noch verkauft werden, dann macht die Stadt auch noch Gewinn – DAS ist wirklich ein Skandal. Und das mit einem Sachbuch zur Stadtgeschichte. Unglaublich was hier passiert.
Ich bin zutiefst darüber schockiert! Wie tief sind doch die Abgründe der Bottroper Politik und Verwaltung, dass es zu etwas kommen konnte.
Hab mir erst jetzt noch den Text von denkma unter den Antworten durchgelesen und weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll. Da erspart sich echt jeder inhaltliche Kommentar und ich muss Ruhri völlig recht geben: Steinsiek, suchen sie Hilfe auf!
Herr Steinsiek (= denkma) – jeder hier merkt, welche Screwball-Comedy Sie hier zum Vortrag bringen.
Das Problem ist nur, dass Sie nicht merken, dass alle anderen es hier schon bemerkt haben. Ein Weiterspielen dieser Posse raubt Ihnen Herr Steinsiek, lieber denkmal, jegliche Glaubwürdigkeit. Sie unterschätzen den IQ der meisten Bottblogger hier …
Auf dass Deutschland heute Abend gewinnt! (oder ist das auch schon wieder politisch unkorrekt und ist den Nazi-Stammtischen vorbehalten?)
Was ist denn hier los? Lauter persönliche Zwistigkeiten?
@ denkma:
http://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law
@ Jan: Kannte ich noch gar nicht – entspricht aber voll der Realität … Danke für den Hinweis.
ja da ist jemand getroffen, kann sachlich außer Albereien nichts mehr bieten und ergeht sich in Killekille. Nee, solche Freunde für den Bucksteeg sollte man wirklich nicht wünschen. Bisher wurde ihm ja noch keine Nähe zu Nazipöbel zugesprochen. Aber Relativierer sind verdammt nah an dieser Gruppe. Hilft aber alles nichts, eine detaillierte Auseinandersetzung an dem Heftchen ist sicher und wird sich sicher auch nicht an ruhri und seinen verschiedenen Namensabwandlungen richten. Da gibt es hellere Köpfe, die sich schon jetzt etwas ernsthafter mit dem besonderen Interesse und Affinität des Hobbyhistorikers auseinander setzen. Und ruhri, die Veröffentlichungen vom Steinsiek werden, da hat der anders als du keine Probleme, mit seinem Namen und der Mitwirkenden unterzeichnet. Nur deine Pseudokenntnis dessen, der sich hinter denkma verbirgt ist zwar lustig, aber ein verdammt dünnes Argument. Wenn du mal aufmerksam die Veröffentlichungen andernorts gelesen hättest, wüsstest du, daß da mehr als eine Person aktiv sind. Die haben übrigens auch anders als ruhri, nichts zu verbergen. Vom Thema ablenken kannst du aber mit deinen Albereien kaum, dafür ist auch dieser Blog nicht repräsentativ genug. Also viel Spaß in deiner runden Ballwelt, grölen ist dort schick…
Ganz ehrlich: Euer Gebrabbel nervt. Und es macht mir den Spaß kaputt, den ich habe, wenn ich ab und an in den Bottblog schaue.
Ich bin übrigens nicht Ruhri
Ich wusste warum mir seit Tagen die Nase trieft, wenn ich den Bottblog öffne. Ein Rückfall in Sachen Erlen-Allergie…
@denkma: Ich bin hier seit der ersten Stunde “Ruhri”, ich brauche keinen zweiten Account. Viele hier kennen mich persönlich.
Im Übrigen werde ich mich auf deine durch Unkenntnis begründeten Unterstellungnen nicht mehr einlassen.
Allergisch kann ich eher auf die Stänkerer reagieren. Blödeln wo sonst nix kommt.
na ist eine weise Erkenntnis. Wittgenstein: Wo man nix von weiß, da soll man schweigen.
Ruhe sanft.
Hiermit fordere ich alle Bottroper Ratsfraktionen auf, sich am heutigen Abend nicht mit so nebensächlichen Themen wie Schulentwicklungsplan Bottrop, Brücke Lütkestraße,Bebauungspläne, Haushaltskürzungen, Kanalbau, Bottroper Stromversorgung, Zustand Bottroper Straßen u.ä. zu befassen, sondern der überaus wichtigen Beschwerde von Herrn Steinsiek nachzugehen. Wegen der hemmungslosen Verschwendung von im schlimmsten Fall 722,-€ sollte der Stadtrat einen Untersuchungsausschuss bilden, das Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet werden, der OB sollte dienstrechtlich gegen Herrn Wollek und Frau Biskup vorgehen und die Bezirksregierung Münster gegen den OB, der seiner Aufsichtspflicht gegenüber dem Kulturamt nicht nachgekommen ist. Die Ratsparteien gehören bei der nächsten Wahl wg. falscher politischer Schwerpunktsetzung abgestraft.Die Arbeitsstunden die Frau Biskup und Herr Wollek in der Angelegenheit Steinsiek verbraten haben, sind als ehrenamtliche Leistung zu betrachten. Frau Biskup sollte mit ihren zahlreichen Mitarbeitern, die den ganzen Tag Däumchen drehen, die Lebensgeschichte von Großvater Steinsiek recherchieren. Wir haben in Bottrop genügend Menschen die in den 30er Jahren bereits jugendlich oder erwachsen waren und noch Herr ihrer Sinne sind. Die Tatsache, dass sich niemand an den Tiefbauunternehmer Steinsiek erinnern will, deutet auf eine großangelegte Verschwörung altgedienter NS-Kader hin. Diese Verschwörung muss beendet werden. Das es Frau Biskup bisher nur in einigen hundert Fällen gelungen ist, die Geschichte von Opfern herauszufinden, ist an sich schon eine Unverschämtheit. “Strengen Sie sich gefälligst an Frau Biskup”, zumindet die Farbe des Winkels müsste doch zu klären sein. Diese Angesteltenmentalität ist unerträglich.
jetzt maßt sich ruhri noch die Intelligenz von Ludwig Wittgenstein an. hoch gegriffen Ruhri!
glaubst doch nicht selber dran, daß sich über dich jemand empört, oder? Bei den Nazis sagten sie früher, überlasse das denken doch den Pferden…
scheinst ja einen eifrigen Kampf für Bucksteeg zu führen, dem dein Einsatz eigentlich nur peinlich sein kann, denn solche Freunde, da wagt man nicht aufs Umfeld zu schließen.
@denkma: Welchen Wittgenstein zitierst du hier eigentlich? Deine Version von: ,,Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.” klingt sehr nach Ruhrpott.
> Do not feed the troll >
was soll auch gegen den Ruhrpott sprechen…,
aber ich will den troll auch nicht unnötig füttern.
Wo bleibt eigentlich die vor vielen Wochen von Herrn Steinsiek (denkma) versprochene ausführliche Besprechung des Bucksteegbuches in der “Erle”?