Die großen Bottroper Geheimnisse – Der sadistische Stau von Ebel


Bottrop ist die Stadt der großen Geheimnisse. Eines der größten ist unumstritten: Der sadistische Stau von Ebel
Er ist da, solange ich erinnern kann. Er ist immer da. Morgens, mittags, abends, nachts – einmal überfiel er mich um kurz vor fünf Uhr in der Frühe. Jedem, der, von Essen kommend, in unsere schöne Stadt reisen will, zeigt es sich in seiner ganzen Länge. Mal 500 Meter bis zur Kanalbrücke, mal fast zwei Kilometer bis zu Hornbach, mal an die fünf Kilometer oder mehr bis fast zur Hafenstraße. Mal quält er nur 10 Minuten, es kann aber auch schon einmal und dann ganz überraschend mehr als eine volle Stunde sein. Glaubt der Reisende, er hat ihn endlich besiegt, dann tickt – deutlich sichtbar über einer roten Ebel-Ampel – eine Uhr herunter. Von 60 bis null. Seid gewarnt: Es sind nicht Sekunden, die da ticken.

Aber warum diese Qual? Es ist das 5. Bottroper Gebot, dem hier Nachdruck verliehen werden soll: “Du sollst diese Stadt Bottrop nicht verlassen.” – Wirst du sündig, straft dich bei deiner Rückkehr der Stau von Ebel. Büße, Bottroper, auf dass du fürderhin im Städtchen bleibst. Einen Ablass kannst du übrigens erkaufen im Tempel der Innovation City am Hauptbahnhof. Knie dort nieder und unterschreibe, dass du dein Haus dämmen wirst – koste es, was es wolle.

6 Gedanken zu “Die großen Bottroper Geheimnisse – Der sadistische Stau von Ebel

  1. Freidenker

    lol! Guter Beitrag, insbesondere mit dem gelungenen Hinweis auf Innovation Wahn … ähm … city! :)

    Es gibt offensichtlich doch noch Kritiker da draußen.

  2. Misiuhunter

    Jo, die Gladbecker haben aber die Bottroper voll kopiert. Die B 224 ist ebenfalls solch Super-Magnet für STAUS. Wobei ich meine, dass es absichtlich provoziert ist. Alein die Ampelschaltung ist wat fürn ArXXX.

  3. Schraege-O

    Ich arbeite in Ebel und um hier raus zu kommen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich fahr genau in den Stau hinein oder ich fahr in Richtung Bahnübergang dessen Schranken aber höchstwahrscheinlig unten sind und eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr hoch gehen ;)

  4. prosperXXVII

    @Schrage-O: Strenggenommen hast Du noch eine dritte Möglichkeit indem Du vor der Schranke rechts abbiegst (oder direkt in Ebel via Fußballplatz und Öltanks) durch Kruppwald auf die “In der Welheimer Mark” fährst. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dann dort die Schranken zur Knappenstrasse auch unten sind. Zumindest ist dort der Rückstau nicht so lang. Ich probiere das ab und zu und manchmal habe ich Glück und die Schranken sind sogar oben ;-)

  5. jorge

    Liebe Bottblogger,
    könnt ihr nicht mal eine Anfrage an die Stadt Bottrop stellen, ob die Ampelschaltung für ewig zu “unglücklich” bleiben soll.
    MfG Jorge Schulz

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