28.06.2012. Per e-Mail an stadtverwaltung@bottrop.de
Ampelschaltung Bottrop-Ebel auf der Borbecker Straße/Oskarstraße
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten hiermit die Fragen einiger unserer Leser weitergeben. Als oftmals persönlich Betroffener bin ich auch selbst an einer Antwort interessiert.
Oft schon am frühen Nachmittag staut sich der aus Richtung Essen kommende Autoverkehr vor der Ampelanlage Borbecker Straße/Oskarstraße in Bottrop-Ebel. Zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr erstreckt sich der Stau dort oft bis zur Hornbach-Einfahrt, manchmal weiter. Wartezeiten von einer halben Stunde und mehr sind hier nicht ungewöhnlich.
Viele Nicht-Bottroper erleben diesen Stau als ersten “unfreundlichen Gruß” aus unserer schönen Stadt und deuten ihn – und diese Äußerung habe ich wörtlich gehört – als “Wink mit dem Zaunpfahl, dass Gäste hier nicht willkommen sind und möglichst schon über folgenden den Emscherschnellweg die Flucht ergreifen sollen”. Die Lichtanzeige, auf der die Wartezeit von 60 Sekunden heruntertickt, empfinden sie im Vergleich mit einer Grünphase von “gefühlten 5 Sekunden” als “Schildbürger-Posse”. Zumal auf der Gegenfahrbahn die “Flucht aus der Stadt” durch eine “Immer-Grün-Phase” offensichtlich gefördert wird.
Unsere/meine Fragen:
Warum ist es – zumindest während der verkehrsreichen Nachmittage – nicht möglich, die Grünphase an der Ampel Borbecker Straße/Oskarstraße Richtung Bottrop deutlich zu verlängern?
Wäre es nicht sinnvoll, als – für Gäste – ersten Bottrop-Eindruck nicht ein Beispiel für schlechte Verkehrplanung bereitzuhalten, sondern ein reibungsloses (und vielleicht auch durch etwas mehr optischen Charme unterstütztes) Hineingleiten in eine Stadt zu ermöglichen, die versucht, sich auch “Innovation City” zu nennen?
Wäre es nicht sinnvoll, die vielen Bottroper Pendler nicht durch vielfach vorhersehbare Wartezeiten zu vergraulen und zu oft abenteuerlichen Umwegen zu zwingen, sondern sie mit freundlich fließendem Verkehr zu ihrem verdienten Feierabend in ihrer Heimatstadt willkommen zu heißen?
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
@ Pförtnerampel
“In Deutschland spricht man von einer Pförtneranlage, Pförtnerampel oder Zuflussdosierung, wenn die Leistungsfähigkeit an einem bestimmten Signalquerschnitt absichtlich gemindert wird; siehe Zuflussregelungsanlage. Sie hält den nachfolgenden Streckenabschnitt frei von Staus und damit funktionsfähig. Weiterhin werden Emissionen stehender und beschleunigender Kraftfahrzeuge in den Bereich vor der Lichtzeichenanlage verlagert.” Quelle: wikipedia KLICK
In Ebel ist es oft so (auch an dem Tag in der letzten Woche, als ich so gegen 14 Uhr vom Fahrrad aus das Filmchen aufgenommen habe), dass sich der Stau hinter der “Pförtnerampel” im “nachfolgenden Streckenabschnitt” bis zur Einmündung Essener Straße fortsetzt und sich erst etwa in Höhe Südsee-Center dann langsam auflöst.



Ausgezeichnet
Danke !!!
(Ein Exil Bottroper in Essen, der dadurch jedes Mal an der (freien) Einfahrt in seine Heimatstadt behindert wird)
Könnte man die Ampelanlage nicht komplett abschalten und durch einen Polizeibeamten ersetzen? Eventuell als “Wutpunkt” angeben.
Wie es scheint verfügt die Polizei in Bottrop ja über genug Beamte.. schließlich werden diese am 3.Juli überall herumstehen und Autofahrer rauswinken, die 10 km/h zu schnell fahren. Das ist gute Polizeiarbeit. Wozu auch schwerwiegende Verbrechen verhindern.
Ich denke es sollte also kein Problem sein zukünftig einen Herren von der Polizei dort abzustellen.
Es handelt sich bei der Ampel in Ebel – genauso wie bei der Ampel auf der B224 Richtung Essen kurz vor Gladbeck – um eine sogenannete Pförtnerampel die den Verkehr dort beeingflusst/staut wo er weniger stört als wenn er sich ‘normal’ bildet.
Die generelle Zunahme des PKW-Verkehrs jedoch führt inzwischen dazu, das sich der Stau auf den nachfolgenden Abschnitten, der damit vermieden werden soll, trotzdem bildet…
Ne Pförtnerampel…so so…
Stefan hat Recht. An dieser Ampel wird umgeschaltet und zwar von der grünen Welle auf Essener Stadtgebiet auf die grüne Welle in Bottrop. Irgendwo muss das ja passieren, schließlich kann die Welle nicht bis Dorsten oder darüber hinaus laufen. Entweder macht man es also dort, wo es zwar für Autofahrer nervig ist, dafür aber ansonsten vieleicht nicht so sehr stört oder aber man macht es mitten in der Stadt. Für Autofahrer auch nervig, für die restlichen Anwohner, Passanten, etc. aber noch wesentlich störender. Das der Verkehr nachfolgend auch mal stocken kann liegt an den “zu vielen” Autos.
Hätte man bei einigem Nachdenken drauf kommen können, hier macht man lieber ein Fass auf. Ach ja, Kritik an IC darf dann natürlich auch nicht fehlen. Ist zwar durchaus angebracht, hier aber vollkommen überflüssig! Aber bitte, so kennt man die Bottblogger
Ey Manni. Is InnovationCity jetzt Ukraine, wo Nachfragen verboten sind? In welchem Gefängnis stecken denn die Bottblogger? Gibtet Besuchsrecht?
Das mit der Grünen Welle auf Essener Gebiet ist Unsinn. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Ampeln auf der Borbecker/Bottroper Straße sind so groß, dass es unmöglich ist, hier so etwas wie eine “Grüne Welle” zu implementieren.
Das mit der Grünen Welle auf Essener Gebiet ist Unsinn. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Ampeln auf der Borbecker/Bottroper Straße sind so groß, dass es unmöglich ist, hier so etwas wie eine “Grüne Welle” zu implementieren.
@Stefan:
Pförtnerampel: also auch Prosper Str./B224 (Bottrop) Richtung Gladbeck bis Schützenstr./B224 (Gladbeck)
schon mal darüber nachgedacht mit dem fahrrad von bottrop nach essen zu fahren? während manche ne halbe stunde dort im stau stehen bin ich schon in essen. das is innoväschn zitti aber nicht die ampeln auf grün stellen damit die armen autofahrer nich so lange warten müssen!!!
@ Manni
“…, schließlich kann die Welle nicht bis Dorsten oder darüber hinaus laufen. ” Warum eigentlich nicht?
@turbotorben
Schon mal drüber nachgedacht, daß nicht alle so gesund und topfit sind, wie Du es wohl bist. Ich z.B. darf zur Zeit kein Rad fahren. Für die gut 30 km Wegstrecke brauche ich im Auto ca. eine Stunde, mit dem ÖPNV gut zwei Stunden plus 20 min. Fußweg. Was mache ich wohl?
Ich halte die Antwort der Stadtverwaltung für schlüssig. Es gibt offensichtlich kein besseres System. Ich habe heute um 15 Uhr von Essen-Mitte bis Bottrop-Mitte gute 20 Minuten gebraucht. Vor Ebel 3 Minuten Wartezeit.
Ich kann an der Antwort der Stadt einige Dinge nicht nachvollziehen, da das Bottroper Straßennetz deutlich mehr Verkehr bei besserer Ampelschaltung vertragen könnte.
Wurde in letzter Zeit schon mal der Verkehrsfluss nach dem Einbau der Bussignale an mehreren Kreuzungen begutachtet? Es ist keine normale Grünphase mehr vorhanden, weil ständig Busse, die fast leer sind Vorfahrt bekommen. (Peter Straße/Prosperstraße/ Friedrich Ebert Straße / Paßstraße Poststraße / Horster Straße) Mal abgesehen von der intelligenten Lösung auf der Gladbecker Straße.
Würde es eine längere Grünphase für den Verkehr auf der Friedrich Ebert Straße in beide Richtungen geben, könnten auch deutlich mehr Autos ab Ebel nach Bottrop rein fahren.
Alternativ wäre ja auch eine Bahnfahrt von nach Essen attraktiv. Allerdings hat sich die Stadt ja entschieden den Bahnhof im Süden der Stadt anzusiedeln. Jeder darf so erst mal zum ZOB, von da aus zum Bahnhof und dann weiter. Die vorgesehene S Bahn vom ZOB zum Bahnhof wurde nicht realisiert und die Straßenbahnschienen vor Jahren abgerissen.
Jetzt werden den Bussen durch Ampelschaltung Vorfahrt gewährt um diese schneller zum Bahnhof zu lassen. Dadurch stockt der Verkehr noch mehr als vorher.
Das nenne ich mal eine gute Verkehrsplanung.
@ Louis Bottrop.
Wenn ich um 15:00 Feierabend hätte wäre das alles kein Problem. Eine Stunde später geht nichts mehr.