03-07-2012. Report Mainz
“”Immer mehr Mieter können sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten, weil teure energetische Modernisierungen auf die Miete umgelegt werden. Das berichtet das ARD-Politikmagazin “Report Mainz”. Die meisten der betroffenen Geringverdiener und Rentner mussten ihre Wohnungen verlassen.
Das Politikmagazin beruft sich in seiner Sendung heute Abend um 21.45 Uhr im Ersten auf Schätzungen des Deutschen Mieterbunds (DMB). “Das bewerten wir als sozialen Sprengstoff erster Güte”, sagte der Bundesdirektor des DMB, Lukas Siebenkotten. In den meisten Fällen hätten die Mieter ihre Wohnungen verlassen müssen und seien “vertrieben” worden.
Nach Schätzungen des Mieterbunds drohte 2011 auch vielen Hartz-IV-Empfängern ein Zwangsumzug. Die Kosten der Öko-Sanierung waren auf die Miete aufgeschlagen worden. 2011 waren danach schätzungsweise rund 40.000 Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften betroffen, bei denen die Miete nach einer energetischen Sanierung über der Bedarfsobergrenze lag. Wegen der gestiegenen Mieten reichte auch das Wohngeld 2011 bei rund 300.000 Haushalten, oft Rentner und Pensionäre, nicht mehr aus. Hier lag die tatsächliche Miete über der beim Wohngeld berücksichtigten Miete. …”
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6. November 2011. Tobias Döring im Kölner Stadt-Anzeiger:
“”… „In der Wahrnehmung und in der Kommunikation einiger großer Medien wurde ein falscher Eindruck erweckt“, sagt Drescher [Geschäftsführer der InnovationCity Management GmbH]. Es ist kein Fördertopf vorhanden, mit dem die Stadt saniert wird. Die 2,8 Milliarden Euro sollen dagegen zum großen Teil von den Bottropern selbst investiert werden. Mehr als 80 Prozent sollen Privateigentümer und Industrie aufbringen, teilweise unterstützt von Förderkrediten. Als Industrie gelten dabei hauptsächlich Firmen vor Ort, die ihre Betriebsstätten energetisch sanieren. „Der Eigentümer muss für sich Geld in die Hand nehmen“, stellt Drescher klar. „Er hat ja auch den Vorteil.“ …”"


Gentrifizierung in Bottrop.
Ein kleines bisschen Hauptstadtflair in Bottrop. Wahnsinn.
So ist das, wenn – wie sagt Frank Plasberg immer? – „Politik auf Wirklichkeit stößt“.
Wie reizerisch und unzusammenhängend mit dem Bild vom Sackers-Gelände.