Zweiter LEG Wohnungsmarktreport

(09.10.2011. LEG) “In Bottrop verlangten Vermieter zwischen April 2010 und März 2011 eine Kaltmiete von durchschnittlich 5,54 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das entspricht einer leichten Preissteigerung um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahrszeitraum. Mieter mit geringen Einkommen mussten etwas höhere Preissteigerungen verkraften. Die Preise für Wohnungen einfacher Qualität und Lage sind um 1,1 Prozent auf 4,25 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Auch die Mieten für anspruchsvollere Mieter mit höheren Einkommen sind gestiegen: um 0,9 Prozent auf 7,63 pro Quadratmeter und Monat. Zum Vergleich: Die Durchschnittsmiete für NRW lag bei 5,76 Euro pro Quadratmeter. Das ergab der LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2011, eine Untersuchung der Wohnungsmärkte aller 864 Postleitzahlgebiete Nordrhein-Westfalens, die nach 2010 zum zweiten Mal im Auftrag des Immobilienunternehmens LEG in Kooperation mit dem Immobiliendienstleister CB Richard Ellis (CBRE) durchgeführt wurde. Knapp 1.900 Mietangebote wurden allein in Bottrop zur Ermittlung der Wohnungsmarktkennzahlen im Zeitraum von zwölf Monaten erfasst und ausgewertet.

Der Anteil, den die Haushalte von ihrem Budget für die Warmmiete ausgeben müssen, ist in den beiden nördlichen Postleitzahlgebieten der Stadt mit 16,6 und 16,9 Prozent deutlich geringer als in den südlichen Gebieten Bottrops. In Kirchhellen liegt es an der überdurchschnittlich hohen Haushaltskaufkraft von 4.005 Euro pro Monat und im südlich daran angrenzenden Gebiet an den geringen Wohnungsgrößen von durchschnittlich 64,4 Quadratmetern (NRW-Durchschnitt: 70,9 Quadratmeter). In den anderen südlich gelegenen Stadtteilen liegt die Wohnkostenbelastung durch die geringeren Einkommen mit über 19 Prozent deutlich höher.

Bottrop hat zwischen 2000 und 2009 exakt 2,8 Prozent seiner Einwohner verloren. Demografen gehen davon aus, dass die Bevölkerung bis 2025 um weitere 5,2 Prozent zurückgehen wird. Die für den Wohnungsmarkt besonders wichtige Anzahl der Haushalte wird bis 2020 um 4,1 Prozent sinken. Unter allen 54 nordrhein-westfälischen kreisfreien Städten und Landkreisen ist das die siebtstärkste Abnahme, die prognostiziert wird. Die zahlreichen Gegenmaßnahmen der öffentlichen Hand zeigen immerhin Wirkung: Die Arbeitslosenquote ging von ihrem Höchsstand von 14,1 Prozent 2005 kontinuierlich auf 8,6 Prozent 2010 zurück. Auch die lokale Kaufkraft fällt mit 19.051 Euro pro Kopf und Jahr für eine Ruhrgebietsstadt recht hoch aus. Damit geht es den Bottropern im Schnitt besser als ihren Nachbarn in Oberhausen (18.173 Euro) oder im Kreis Recklinghausen (18.880 Euro). Diese Rahmendaten und eine geringe Leerstandsquote von 2,1 Prozent lassen darauf schließen, dass es im Bottroper Wohnungsmarkt in naher Zukunft zu keinen außergewöhnlichen Schwankungen kommen wird.”"

Das gesamte Standortporträt von Bottrop steht unter www.leg-nrw.de als kostenloser Download zur Verfügung.

“Landesentwicklungsgesellschaften (LEG) sind öffentlich- oder privatrechtliche Körperschaften deren Aufgabe in der baulichen Erschließung und wohnlichen Nutzung von Flächen besteht. Die heutigen LEG sind aus den öffentlichen Entwicklungsgesellschaften der Bundesländer hervorgegangen, von denen die meisten in den letzten 20 Jahren in Kapitalgesellschaften umgewandelt worden sind. Zu den Hauptaufgaben der Landesentwicklungsanstalten gehört die Schaffung erschwinglichen Wohnraums für Familien sowie die Förderung infrastrukturell unterentwickelter Gebiete. In den letzten Jahren sollen bei der Umsetzung dieser sozialen und wirtschaftlichen Aufgaben verstärkt auch soziologische, kulturelle und ökologische Aspekte berücksichtigt und aufeinander abgestimmt werden.”
Quelle KLICK

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