Es ist so typisch, es ist wieder einmal so provinziell, es ist wieder einmal so, dass es unseren großspurigen Stadtvätern, die sich am liebsten europa- und weltweit agieren sehen, dass es der örtlichen Presse, die sich über jeden lokalen Pinselstrich in Lobeshymnen ergießt (da wird jedes Bienchen, das ums Rathaus kreist, zum kulturellen Ganzseitenfüller), die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste: Da bekommt ein Bottroper, den ganz viele (und zu viele zähle ich z.B. einen Udo Schucker, einen Jürgen Pluta, einen Reimbern von Wedel-Parlow, den Ruhri und mich) aus seiner Zeit hier kennen und mögen, in der Nationalgalerie Berlin eine eigene Ausstellung, wird hoch gelobt (bitte mal das Video zur Ausstellung anschauen) – und wie sieht die Reaktion in seiner Heimatstadt aus: Es gibt natürlich keine! Keine Ankündigung, kein Verweis, kein Bottroper SPD-”Mann in Berlin”, der eben mal zur Ausstellungseröffnung nach nebenan geht und den zurzeit nicht nur in der Kunstszene wohl bekanntesten Bottroper mit seiner Anwesenheit ehrt.
Opportunisten, Kopfnicker, Ja-Sager und Anschleimer – für die ist es leicht, in Bottrop mehr als einen Blumentopf zu gewinnen. Querdenker, Unbequeme, Renitente und Provokateure – die möchtet ihr stumm machen oder auf den Blocksberg jagen.
Martin Honert hat es bis in die Berliner Nationalgalerie geschafft. So etwas geht nur ohne euch, denn ihr raubt euren Zöglingen als Erstes Kreativität und Eigensinn.
Pennt weiter!
Martin Honert. Kinderkreuzzug
7. Oktober 2012 – 7. April 2013
Nationalgalerie im
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Invalidenstr. 50–51
D – 10557 Berlin
Mehr Informationen unter www.martinhonertinberlin.org/index.php?id=1320

“So etwas geht nur ohne euch” – ja, das scheint wohl zu stimmen. Die Karriere lief
offensichtlich fernab und vermutlich bewusst komplett ohne bottroper Bezug ab. Warum dann jetzt klagen, dass auch aktuell kein bottroper Bezug besteht?
Die WAZ ist aufgewacht. Morgen gibt es einen Artikel. Danke, Bottblog!
Hab den Artikel gerade gelesen. Bissken schlapp. Martin Honert wird sich trotzdem freuen.
Trotzdem sind das Schnarchnasen bei der WAZ. Hätten sich wenigstens bedanken können.
Hallo Norbert Jänecke. Sie geben hier doch ab und an Kommentare ab. Wo ist der zu Martin Honert?
keine Häme. Die armen WAZler kommen alle nich aus Bottrop, kennen dat Kaff nur vom Hörensagen.
Warum hat den Angelika Wölk den Honert-Artikel geschrieben und nicht der neue Kulturredakteur? Er widmet sich wohl nur den wichtigen Dingen in Bottrops Kulturleben.