Das Dorf in der stillen Ecke des Köllnischen Waldes (Teil 3 von 30)

Interview mit Verena G.

Bunge: Wie lange leben Sie schon im “Dorf”?
Verena G.: Seit vier Jahren. Und wissen Sie was: Ich fühle mich sehr wohl hier.

Bunge: Haben Sie noch Kontakte nach Bottrop?
Verena G.: Kaum noch. Seit meine Mutter im vorletzten Jahr gestorben ist, gehe ich höchsten noch zweimal im Monat in die Stadt. Ich ksufe dann einige Sachen ein, die es bei uns im Dorf nicht gibt. Wissen Sie, ich liebe Dallmayr-Pralinen, für die würde ich bis nach Pusemuckel latschen.

Bunge: Haben Sie noch Freunde und Bekannte in der Stadt?
Verena G.: Wenige. Das Dorf ist meine Familie. Ich bin ich glücklich. Hier habe ich alles. Außer Dallmayr-Pralinen.

Bunge: Was ist für Sie im “Dorf” besser als in Bottrop?
Verena G.: Eigentlich alles. Ich zähle mal die ersten fünf Sachen auf, die mir so einfallen, über die ich froh bin, dass es sie hier nicht gibt: Politessen, Innovation City, Kommunalpolitiker, Steuerbescheide, Volksbank, Schlangen bei ALDI. Das waren sogar sechs.

Bunge: Eine letzte Frage. Was tun Sie hier im “Dorf” am liebsten?
Verena G.: Quasseln, lachen, unbeschwert glücklich sein.

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